EU-Staaten gehen uneinig mit Chinas Technologiepartnerschaften um – neue Studie zeigt Lücken auf
Paul MüllerEU-Staaten gehen uneinig mit Chinas Technologiepartnerschaften um – neue Studie zeigt Lücken auf
Das European Think Tank Network on China (ETNC) hat einen neuen Bericht veröffentlicht, der untersucht, wie EU-Länder ihre technologischen Beziehungen zu China gestalten. Die Studie analysiert nationale Strategien und zeigt die Uneinheitlichkeit bei der Umsetzung der Politik in den Mitgliedstaaten auf.
Der Bericht umfasst 24 Länderkapitel sowie ein EU-weites Kapitel, die allesamt von China-Expert:innen verfasst wurden. Er bewertet aktuelle Entwicklungen in der wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit mit China. Jedes Kapitel benennt die Schlüsselsektoren, in denen die Kooperation mit China für das jeweilige Land besonders relevant bleibt.
Die EU verfolgt zunehmend einen „De-Risking“-Ansatz in ihren wissenschaftlich-technologischen Beziehungen zu China. Fachleute des Mercator Institute for China Studies (MERICS) steuerten Beiträge zu mehreren Abschnitten bei, darunter die Zusammenfassung sowie die Kapitel zur EU, Deutschland, Irland und Italien. Das Dokument thematisiert zudem Anpassungen in den nationalen Politiken gegenüber Technologiepartnerschaften mit China.
Ein Ausblick auf die künftigen EU-China-Beziehungen im Technologiebereich rundet den Bericht ab. Dabei wird betont, dass die Mitgliedstaaten die Vorgaben uneinheitlich umsetzen, was zu zersplitterten Ansätzen führt.
Die Studie bietet eine detaillierte Bestandsaufnahme der aktuellen und aufkommenden Trends in der technologischen Zusammenarbeit zwischen der EU und China. Sie unterstreicht die Notwendigkeit einer besseren Abstimmung zwischen den Mitgliedstaaten. Die Erkenntnisse sollen als Grundlage für künftige politische Entscheidungen zur Steuerung der technologischen Beziehungen mit China dienen.
