13 June 2026, 17:00

EU-Parlament lehnt Debatte über Tod des Studenten Henry Nowak ab

EU-Parlament lehnt Debatte über Tod des 18-jährigen Henry Nowak ab

EU-Parlament lehnt Debatte über Tod des Studenten Henry Nowak ab

Das Europäische Parlament hat einen Antrag abgelehnt, eine Debatte über den Tod des 18-jährigen britischen Studenten Henry Nowak abzuhalten. Die Ablehnung unterstreicht die anhaltenden Spaltungen innerhalb des Parlaments darüber, wie mit solchen Vorfällen umgegangen werden soll. Die Konferenz der Präsidenten lehnte den Vorschlag der ECR-Fraktion für eine Gedenkdebatte zu Nowaks Tod ab. Nur die Fraktionen der Patrioten und der ESN unterstützten den Antrag, während sich andere, darunter Parlamentspräsidentin Roberta Metsola, dagegen aussprachen. Die Patrioten-Fraktion betonte in ihrer Reaktion, dass 'auch europäische Leben zählen'.

In Polen hielten rechtsextreme Abgeordnete eine schweigende Ehrung für Nowak ab, während Mitglieder der regierenden Koalition sitzen blieben. Der schwedische Europaabgeordnete Charlie Weimers kritisierte zudem die EVP dafür, sich mit der extremen Linken verbündet zu haben, um die Initiative der ECR zu blockieren.

Die Situation erinnert an die Reaktion des EU-Parlaments auf den Tod von George Floyd im Jahr 2020, doch diesmal fiel das Ergebnis anders aus. Die Ablehnung des Antrags zeigt die unterschiedlichen Positionen innerhalb des EU-Parlaments zu solch sensiblen Themen. Der Fall Henry Nowak, der während einer Festnahme durch die britische Polizei wegen des Verdachts auf ein rassistisch motiviertes Hassverbrechen starb, bleibt damit vorerst ohne offizielle Debatte auf europäischer Ebene.

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