26 February 2026, 14:30

Erste Taliban-Abschiebung: Verurteilter Gruppenvergewaltiger nach Afghanistan ausgeflogen

Eine Collage von Fotos von Frauen und Kindern in Afghanistan, die eine humanitäre Krise darstellen: Eine Frau hält ein Baby und einen Wasserkrug in den Händen, zwei Frauen und zwei Kinder lächeln, und eine Frau mit einem Kind im Vordergrund mit Fahrzeugen und Polen im Hintergrund.

Letzter Illerkirchberg-Vergewaltiger abgeschoben - Erste Taliban-Abschiebung: Verurteilter Gruppenvergewaltiger nach Afghanistan ausgeflogen

Ein 22-jähriger Mann, der wegen seiner Beteiligung an der Gruppenvergewaltigung einer Minderjährigen 2019 in Illerkirchberg verurteilt worden war, ist nach Afghanistan abgeschoben worden. Er gehörte zu 20 afghanischen Straftätern, die mit einem Charterflug von Leipzig nach Kabul gebracht wurden. Die Abschiebung ist die erste im Rahmen eines neuen bilateralen Abkommens mit den Taliban.

Der Verurteilte hatte eine mehrjährige Haftstrafe für seine Rolle bei dem Gruppenübergriff erhalten. Seine Abschiebung folgt auf die dreier weiterer Männer, die mit demselben Fall in Verbindung stehen – einer davon wurde in den Irak, drei weitere nach Afghanistan abgeschoben.

Der Flug von Leipzig hatte 20 afghanische Staatsbürger an Bord, die allesamt wegen schwerer Straftaten verurteilt worden waren. Dazu zählten Sexualdelikte, gewalttätige Übergriffe und Drogenstraftaten. Unter ihnen befanden sich zwei weitere Verurteilte aus Baden-Württemberg.

Diese Aktion war die erste direkte Abschiebung auf Grundlage des neuen Abkommens mit den Taliban. Anders als in früheren Fällen fungierte diesmal kein Drittstaat als Vermittler. Die Zusammenarbeit der Regierung mit den Taliban steht jedoch in der Kritik, insbesondere wegen der anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in Afghanistan.

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Mit der Abschiebung des letzten Täters aus dem Illerkirchberg-Fall ist das juristische Verfahren zu dem Vorfall von 2019 abgeschlossen. Obwohl der Flug mehrere Verurteilte umfasste, wurden keine genauen Zahlen für Baden-Württemberg bekannt gegeben. Künftige Abschiebungen sollen im Rahmen desselben bilateralen Abkommens erfolgen.