Erdrutschsieg in Miesbach: Jens Zangenfeind wird neuer Landrat mit 78 Prozent
Miriam AlbrechtErdrutschsieg in Miesbach: Jens Zangenfeind wird neuer Landrat mit 78 Prozent
Im Landkreis Miesbach steht nach einer klaren Stichwahl ein neuer Landrat fest: Jens Zangenfeind von den Freien Wählern (FWG) errang einen Erdrutschsieg mit 78 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer, Franz Schnitzenbaumer von der Christlich-Sozialen Union (CSU), blieb mit nur 22 Prozent deutlich zurück.
Die Wahl folgte auf die Entscheidung des amtierenden Landrats Olaf von Löwis (CSU), nicht für eine zweite Amtszeit zu kandidieren. Sein Rückzug ebnete sieben Bewerbern den Weg, die sich um die Führung des Landkreises bewarben.
Zangenfeind, ehemaliger Bürgermeister von Hausham, trat gegen Schnitzenbaumer an, der zuvor das Amt des Bürgermeisters in Schliersee innehatte. Die Stichwahl wurde notwendig, nachdem in der ersten Runde nur diese beiden Kandidaten übrig geblieben waren.
Die aktuelle Wahl markiert einen Wandel im Vergleich zum Jahr 2020, als Wolfgang Rzehak von den Grünen als erster grüner Landrat des Landkreises gewählt wurde. Damals hatte er Norbert Kerkel (FW) mit 53,29 Prozent der Stimmen geschlagen und damit die jahrzehntelange Vorherrschaft der CSU in diesem Amt beendet. Der damalige CSU-Amtsinhaber Jakob Kreidl war angesichts eines Skandals auf nur 15,83 Prozent gekommen.
Mit seinem deutlichen Sieg übernimmt die Freie Wählergemeinschaft nun die Verwaltung des Landkreises. Das Ergebnis bestätigt zudem den Trend eines politischen Machtwechsels in Miesbach, der sich von der traditionellen Dominanz der CSU entfernt. Zangenfeinds Amtszeit beginnt offiziell nach Abschluss der Übergangsphase.






