09 May 2026, 18:13

Energiekrise trifft Zoos: Wie Braunschweig und Essehof gegensteuern

Ein Miniaturzoo-Modell mit Figuren, das in einer Landschaftsumgebung mit einem Zaun umgeben ist und von einer Wand im Hintergrund und Text unten eingerahmt wird.

Energiekrise trifft Zoos: Wie Braunschweig und Essehof gegensteuern

Steigende Energiekosten setzen Zoos und Wildparks in der Region zu

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Die explodierenden Energiepreise belasten die Haushalte von Zoos und Wildparks in der gesamten Region. Einige Einrichtungen haben bereits Tiere abgegeben, um Kosten zu sparen – andere setzen stattdessen auf Anpassungsstrategien, ohne ihre Tierbestände zu verringern.

Der Zoo Braunschweig und der Wildpark Essehof schließen aus, Tiere zu verkaufen oder abzugeben. Stattdessen konzentrieren sie sich auf alternative Energielösungen, um die Ausgaben in den Griff zu bekommen. Der Zoo Braunschweig betreibt bereits eine 80-kW-Photovoltaikanlage sowie mehrere kleinere Einheiten. Um die Abhängigkeit vom Stromnetz weiter zu verringern, wird die Kapazität um zusätzliche 12 kW Solarenergie erweitert, zudem ist die Installation eines 10-kW-Batteriespeichers geplant. Bei der Wärmeversorgung setzt die Einrichtung auf ein Blockheizkraftwerk, einen Holzvergaser und eine Pelletheizung.

Auch das Artenschutzzentrum Grasleben verfolgt einen ähnlichen Ansatz und hat Photovoltaikmodule installiert, um den hohen Energiebedarf wärmeliebender Tierarten auszugleichen.

Der Wildpark Essehof hingegen bleibt von den steigenden Kosten weitgehend verschont. Sein Biomasse-Heizsystem hält die Energiekosten niedrig – sie machen nur etwa 6 bis 8 Prozent der Gesamtausgaben aus. Noch günstiger ist die Situation im Wildpark Stöckheim, wo die Energiekosten lediglich rund 2,5 Prozent des Budgets ausmachen.

Trotz der finanziellen Belastung planen weder der Zoo Braunschweig noch der Wildpark Essehof, ihre Tierbestände zu verkleinern. Beide betonen, dass eine Abgabe oder ein Verkauf von Tieren für sie keine Option ist.

Der Umstieg auf erneuerbare Energien und alternative Heizsysteme hilft einigen Zoos und Wildparks, radikale Maßnahmen zu vermeiden. Mit dem Ausbau von Solarenergie, Batteriespeichern und Biomasseanlagen gelingt es diesen Einrichtungen, ihre Tiere zu halten und gleichzeitig die Kosten im Griff zu behalten. Der Fokus liegt auf nachhaltigen Lösungen – nicht auf einer Reduzierung der Tierbestände.

Quelle