25 May 2026, 02:08

Elterngeld-Kürzungen: Warum Familien jetzt um ihre Unterstützung bangen

 ehemalige Familienministerin Giffey warnt vor Kürzungen bei Elterngeld

Elterngeld-Kürzungen: Warum Familien jetzt um ihre Unterstützung bangen

Elterngeld in Deutschland: Sparpläne der Regierung sorgen für scharfe Kritik

Die Leistungen für Elternzeit in Deutschland könnten drastisch gekürzt werden, da die Regierung ihre Ausgaben reduzieren will. Familienministerin Karin Prien steht unter Druck, rund 350 Millionen Euro aus ihrem Haushalt einzusparen.

Die ehemalige Familienministerin Franziska Giffey (SPD) lehnt die geplanten Kürzungen entschieden ab. Sie betont, dass das Elterngeld ein zentrales Instrument für den Arbeitsmarkt sei, das Eltern dabei helfe, Beruf und Familie zu vereinbaren und den Wiedereinstieg in den Job zu erleichtern. Giffey forderte zudem Reformen, um eine gerechtere Aufteilung der Elternzeit zwischen den Partnern zu fördern – aktuell beziehen 74 Prozent der Leistungen weiterhin Frauen.

Die Lohnersatzleistung des Staates, die 2007 eingeführt wurde, blieb seither weitgehend unverändert. Wolfgang Kubicki, designierter Vorsitzender der FDP, kritisierte die möglichen Kürzungen scharf. Unterstützung erhält er dabei von Britta Altenkamp, Vorsitzende des Zukunftsforum Familie (ZFF). Altenkamp bezeichnete die Debatte als ein „verheerendes Signal“ für Familien, die ohnehin schon unter finanziellen Belastungen leiden.

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Angesichts der historisch niedrigen Geburtenrate in Deutschland warnen Gegner der Kürzungen, dass eine Reduzierung der Unterstützung jetzt die Familienplanung weiter erschweren könnte. Noch ist unklar, in welchem Umfang die Einsparungen schließlich umgesetzt werden und wie sie konkret aussehen sollen.

Die geplanten Kürzungen in Höhe von 350 Millionen Euro beim Elterngeld stoßen bei Politikern und Familienverbänden auf massive Ablehnung. Sollten sie kommen, wären es die ersten größeren Änderungen des Systems seit fast 20 Jahren. Besonders besorgniserregend sind die möglichen Folgen für die ohnehin sinkende Geburtenrate und die anhaltende Ungleichheit bei der Inanspruchnahme der Elternzeit zwischen Männern und Frauen.

Quelle