Einigung erreicht: Arbeitgeberbeiträge zum Familienlastenausgleich sinken ab 2028
Ida SchmitzEinigung erreicht: Arbeitgeberbeiträge zum Familienlastenausgleich sinken ab 2028
Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, die Arbeitgeberbeiträge zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) ab 2028 um einen Prozentpunkt zu senken. Die Einigung folgt wochenlangen Verhandlungen über die Finanzierung dieser Entlastung. Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl bestätigte, dass die Deckungslücke im FLAF nun geschlossen sei.
Die Bundesregierung hatte zunächst vorgeschlagen, die Senkung der Lohnnebenkosten durch eine Anpassung der Länderanteile an den Steuereinnahmen auszugleichen. Dieser Plan stieß jedoch auf massiven Widerstand der Länder und verzögerte die Verhandlungen.
Laut der endgültigen Vereinbarung wird die Finanzierungslücke von 600 Millionen Euro aufgeteilt: Ein Drittel – also 200 Millionen Euro – übernehmen Länder und Gemeinden. Der verbleibende Betrag stammt aus anderen Quellen, darunter Mittel aus dem EU-Aufbaufonds NextGenerationEU, was eine Forderung der Länder gewesen war.
Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) bestätigte die finanzielle Beteiligung von Ländern und Gemeinden. Anton Mattle, Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz, zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden, gab jedoch keine weiteren Details bekannt. Der Beitrag der Länder ist auf das Jahr 2028 befristet; umfassendere Verhandlungen sind im Rahmen des nächsten Finanzausgleichs 2029 vorgesehen.
Die Einigung ermöglicht die geplante Senkung der Lohnnebenkosten. Die finanzielle Beteiligung der Länder beschränkt sich auf ein Jahr, während künftige Gespräche eine langfristige Lösung erarbeiten sollen. Der Kompromiss sichert die Stabilität des FLAF und entlastet gleichzeitig die Arbeitgeber.






