Drogenbaron Salim Dola nach Jahrzehnten auf der Flucht ausgeliefert
Salim Dola, eine langjährige Schlüsselfigur im indischen Drogenhandel, wurde nach Jahren auf der Flucht in sein Heimatland ausgeliefert. Seine kriminelle Laufbahn erstreckt sich über mehr als drei Jahrzehnte und begann mit kleinteiligem Drogenhandel. Im April 2023 gelang den Behörden schließlich im Rahmen der Operation Global Hunt seine Ergreifung.
Dolas Verstrickung in den Drogenhandel begann 1991/92 als lokaler Händler für Charas. Bis 1998 hatte er seine Aktivitäten ausgeweitet und wurde am Flughafen Mumbai festgenommen, als er versuchte, 40 Kilogramm Mandrax-Tabletten zu schmuggeln. Er verbrachte fast sechs Monate im Arthur-Road-Gefängnis, wo er Kontakte zu Insassen knüpfte, die mit der D-Company in Verbindung standen.
Nach seiner Entlassung nutzte Dola finanzielle Unterstützung von Mitgliedern der D-Company, um in Mumbai ein Catering-Unternehmen zu gründen. Als das Geschäft scheiterte, kehrte er in den Drogenhandel zurück. 2018 wurde er erneut verhaftet – diesmal wegen des Verdachts, 100 Kilogramm mutmaßliches Fentanyl besessen zu haben. Obwohl er gegen Kaution freikam, floh er aus Indien und entzog sich als international gesuchter Flüchtling den Ermittlern.
Dola bestreitet stets operative Verbindungen zur D-Company. Trotz seiner Beteuerungen blieben seine historischen Kontakte und finanziellen Transaktionen mit deren Mitgliedern unter Beobachtung der Behörden. Seine Festnahme und Auslieferung im April 2023 beenden eine langjährige Fahndung. Nun muss sich Dola in Indien wegen seiner angeblichen Rolle in schweren Drogendelikten vor Gericht verantworten. Der Fall unterstreicht die beharrlichen Bemühungen der Strafverfolgungsbehörden, hochkarätige Flüchtige zur Rechenschaft zu ziehen.
