Drei Polizisten bei brutaler Attacke auf Karnevalsumzug verletzt
Gewalttätiger Angriff auf Polizisten bei Karnevalsumzug in Neckargemünd – drei Beamte verletzt
Bei einem Karnevalsumzug in Neckargemünd ist es zu einem brutalen Angriff auf Polizeibeamte gekommen, bei dem drei Beamte verletzt wurden. Der Vorfall ereignete sich am 14. Februar 2026 gegen 15:45 Uhr, als ein stark alkoholisierter 21-Jähriger aggressiv wurde. Der jüngste Übergriff reiht sich in eine besorgniserregende Zunahme von Gewalt gegen Polizisten bei Karnevalsveranstaltungen in ganz Deutschland ein.
Der Streit eskalierte, nachdem der Tatverdächtige – mit einem Blutalkoholwert von 1,6 Promille – in eine Auseinandersetzung mit einem anderen Umzugsteilnehmer geraten war. Als zwei Beamte einschritten, um die Situation zu beruhigen, stieß er einen von ihnen gewaltsam zur Seite. Anschließend schlug der Mann einem zweiten Polizisten mit dem Ellenbogen ins Gesicht, wodurch dessen Oberlippe sichtbar anschwoll.
Erst mit Unterstützung mehrerer Sicherheitskräfte gelang es nach einem längeren Handgemenge, den Angreifer zu überwältigen. Bei dem Gerangel zog sich ein Beamter eine Handgelenksverletzung zu, ein weiterer erlitt Schürfwunden an beiden Knien. Die Behörden haben den Mann inzwischen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung angeklagt.
Der Vorfall bestätigt einen alarmierenden Trend der letzten Jahre: Zwischen 2021 und 2025 wurden bundesweit Hunderte gewalttätige Angriffe auf Polizisten während Karnevalsumzügen registriert. Allein 2025 verzeichnete Nordrhein-Westfalen 188 solche Fälle, vor allem in Köln, Düsseldorf und Mainz. In den Spitzenjahren 2023 und 2024 wurden während der Karnevalsfeiern deutschlandweit über 1.000 Beamte verletzt.
Dem Tatverdächtigen drohen nun mehrere Strafverfahren; die Ermittlungen laufen noch. Die wiederkehrende Gewalt gegen Polizisten bei Karnevalsveranstaltungen wirft Fragen zur Sicherheit der Einsatzkräfte bei Großveranstaltungen auf. Die örtlichen Behörden prüfen weiterhin, wie die Sicherheitsvorkehrungen für künftige Feiern verbessert werden können.






