Drastische Nebenkosten-Erhöhungen in Russland: FAS prüft Preissprünge bis zu 100 Prozent
Miriam AlbrechtDrastische Nebenkosten-Erhöhungen in Russland: FAS prüft Preissprünge bis zu 100 Prozent
In ganz Russland steigen die Nebenkosten stark an – auch im Gebiet Chabarowsk
Im Januar dieses Jahres sind die Haushalte in Russland, darunter auch im Gebiet Chabarowsk, von drastischen Erhöhungen der Nebenkosten betroffen. Einige Bewohner berichten von fast verdoppelten Rechnungen, andere verzeichnen Steigerungen von bis zu einem Drittel im Vergleich zu den Vormonaten. Der plötzliche Anstieg hat nun eine offizielle Reaktion der Aufsichtsbehörden ausgelöst.
Der Föderale Antimonopoldienst (FAS) hat die deutlichen Preissprünge zur Kenntnis genommen. Zwar führte eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 2 Prozent zum 1. Januar zu einer geringfügigen Tarifanpassung von 1,7 Prozent, doch dieser Wert erklärt nicht die deutlich höheren Belastungen für die Verbraucher. Der FAS präzisierte, dass sich die 1,7 Prozent ausschließlich auf die Besteuerung beziehen und nicht auf die regulierten Preise für Versorgungsleistungen selbst.
In Gebieten ohne individuelle Verbrauchszähler werden die Kosten auf Basis von Durchschnittsverbrauchswerten berechnet – eine Methode, die möglicherweise zu den unerwartet hohen Rechnungen beigetragen hat. Die Regionalstelle des FAS im Gebiet Chabarowsk hat sich jedoch bisher nicht zur lokalen Situation geäußert.
Um die Bedenken der Bevölkerung zu klären, hat die FAS-Zentrale nun Prüfungen eingeleitet, um zu überprüfen, ob die Tariferhöhungen gerechtfertigt sind. Kontrollen laufen bereits in der Region Tjumen und im Autonomen Kreis der Chanten und Mansen. In den kommenden Wochen sind weitere Überprüfungen auf Sachalin, in der Region Pskow und in Udmurtien geplant.
Die Audits sollen klären, ob die Preiserhöhungen für Versorgungsleistungen den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Die Verbraucher müssen weiterhin mit deutlich höheren Kosten rechnen – bei manchen haben sich die Rechnungen sogar verdoppelt. Wann die Ergebnisse der Prüfungen vorliegen werden, hat der FAS bisher nicht mitgeteilt.






