Diskriminierungsvorwurf: Schwules Paar nach Kuss aus Schwarzwald-Spa verwiesen
Miriam AlbrechtDiskriminierungsvorwurf: Schwules Paar nach Kuss aus Schwarzwald-Spa verwiesen
Ein schwules französisches Influencer-Paar wirft einem deutschen Spa Diskriminierung vor, nachdem sie aufgefordert wurden, das Bad zu verlassen, weil sie sich küssten. Der Vorfall im Badeparadies Schwarzwald in Titisee-Neustadt am 14. März 2026 löste seitdem eine Welle von Reaktionen in den sozialen Medien aus. Beide Seiten schildern die Ereignisse unterschiedlich.
Léo und Arno, das betroffene Paar, teilten ein virales Video, in dem sie behaupten, wegen eines gleichgeschlechtlichen Kusses aus dem Spa verwiesen worden zu sein. Zehntausende Kommentare auf Instagram und TikTok warfen dem Betreiber Homophobie vor.
Der Geschäftsführer des Spas, Jochen Brugger, wies diese Vorwürfe zurück. Er erklärte, das Paar habe gegen mehrere Haus- und Badeordnungen verstoßen – unabhängig von seiner sexuellen Orientierung. Brugger betonte zudem, das Spa heiße alle Gäste willkommen, unabhängig von ihrer persönlichen Lebensweise.
Trotz des öffentlichen Aufschreis gab es bis zum 19. März 2026 keine Auswirkungen auf die bundesweite Debatte über Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare in Deutschland. Die widersprüchlichen Aussagen des Paares und des Betreibers lassen den genauen Grund für ihren Rauswurf weiterhin ungeklärt.
Der Streit bleibt ungelöst: Während das Paar auf Diskriminierung besteht, beharrt der Spa darauf, dass Regelverstöße der Grund waren. Der Vorfall hat internationale Aufmerksamkeit erregt, doch bisher gab es keine weiteren Entwicklungen in der größeren Gleichberechtigungsdebatte in Deutschland.






