"Die Verschwundenen": Ein Buch gibt verschwundenen Frauen aus Oaxaca eine Stimme
Paul Müller"Die Verschwundenen": Ein Buch gibt verschwundenen Frauen aus Oaxaca eine Stimme
Ein neues Buch mit dem Titel *„Die Verschwundenen: Vermisste Frauen aus Oaxaca“ ist von den Journalistinnen Juana García und Diana Manzo erschienen. Das Werk lenkt den Blick auf die anhaltende Krise der verschwundenen Frauen in Mexiko und konzentriert sich dabei auf acht junge indigene und afro-mexikanische Frauen, die in Oaxaca spurlos verschwanden. Die Autorinnen stellten das Buch bei einer Veranstaltung vor, an der Angehörige der Vermissten und Vertreter:innen der Zivilgesellschaft teilnahmen.
Das Buch erzählt die Geschichten von acht Frauen, deren Verschwinden bis heute ungeklärt bleibt. García und Manzo stützen sich dabei auf einen Bericht der Interamerikanischen Menschenrechtskommission, der besagt, dass in Mexiko offiziell über 130.000 Menschen als vermisst gelten. Ihre Recherchen zeigen die verzweifelte Suche der Familien nach Antworten und das Versagen der staatlichen Behörden auf.
Bei der Buchpräsentation berichteten Mütter und Angehörige der verschwundenen Frauen von ihren Erfahrungen. Manzo betonte, dass das Buch die Namen der Vermissten als Zeichen der Hoffnung für ihre Familien bewahren solle. García widmete das Werk den Eltern und Angehörigen, die weiterhin nach ihren Lieben suchen.
Die gesamten Erlöse aus dem Verkauf fließen direkt an die Mütter der verschwundenen Frauen. An der Veranstaltung nahmen auch Vertreter:innen zivilgesellschaftlicher Organisationen teil, die eine stärkere Aufarbeitung dieser Fälle forderten.
Die Veröffentlichung von „Die Verschwundenen“ rückt das Verschwinden indigener und afro-mexikanischer Frauen in Oaxaca erneut in den Fokus. Die finanzielle Unterstützung für die betroffenen Familien unterstreicht den praktischen Appell des Buches nach Gerechtigkeit. Bislang haben die Behörden auf die darin vorgestellten Erkenntnisse nicht reagiert.






