16 March 2026, 18:15

Die Linke scheitert trotz Rekordwert an der Fünf-Prozent-Hürde in Baden-Württemberg

Ein Plakat mit Bäumen und einem Himmel als Hintergrund mit dem Text "Investitionen in Gemeinden: Größte Investition in ländliche Elektrizität seit den New Deal".

Die Linke scheitert trotz Rekordwert an der Fünf-Prozent-Hürde in Baden-Württemberg

Die Linke erzielte bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg mit 4,4 Prozent der Stimmen ihr bestes Ergebnis aller Zeiten – verfehlte damit aber knapp die Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug in den Landtag.

Trotz dieses Rekordwerts gelang der Partei der Sprung ins Parlament nicht. Gleichzeitig verzeichnete sie einen deutlichen Mitgliederschub und wachsende Zustimmung bei jungen Wählerinnen und Wählern.

Innerhalb der letzten 18 Monate stieg die Mitgliederzahl der Linken in Baden-Württemberg von 4.400 auf über 10.000 an. Bei den 16- bis 24-Jährigen, einer entscheidenden Zielgruppe für die Zukunft der Partei, erreichte sie 13 Prozent der Stimmen.

In Großstädten wie Freiburg, Tübingen, Heidelberg und Karlsruhe lag die Linke über ihrem Landesdurchschnitt. Auf dem Land blieb sie jedoch deutlich schwächer – ein Faktor, der die Gesamtbilanz schmälert.

Hätte die Partei den Einzug in den Landtag geschafft, wäre ein Gesetzesvorhaben für höhere Löhne im öffentlichen Dienst eine ihrer Prioritäten gewesen. Parteichefin Ines Schwerdtner betonte, dass das Wahlergebnis keine Kursänderung nach sich ziehen werde. Stattdessen gelte es nun, die ländliche Basis zu stärken und die urbanen Erfolge auszubauen.

Auch über Baden-Württemberg hinaus machte die Linke Fortschritte: Bei den Kommunalwahlen in Bayern steigerte sie ihren Stimmenanteil und zog in 66 der 71 Kreistage ein.

Mit 4,4 Prozent erreichte die Linke in Baden-Württemberg zwar ihr historisch bestes Ergebnis, bleibt aber weiterhin ohne Landtagsmandat. Künftig will die Partei ihre wachsende Anziehungskraft bei jungen Menschen und in den Städten in breitere politische Einflussmöglichkeiten umsetzen – insbesondere in ländlichen Regionen. Die nächsten Schritte gelten der Festigung der Wählergunst vor anstehenden Wahlen.

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