07 June 2026, 02:09

DGB will betriebliche Altersvorsorge für alle Tarifbeschäftigten durchsetzen

Rentenreform: DGB-Chef Fahimi fordert verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer mit Arbeitgeberzuschuss

DGB will betriebliche Altersvorsorge für alle Tarifbeschäftigten durchsetzen

DGB fordert verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Tarifbeschäftigten

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat eine gesetzliche Verpflichtung zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer gefordert, die unter Tarifverträge fallen. Rund 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland verfügen derzeit über keine solche Absicherung – oft, weil ihre Arbeitgeber außerhalb tarifvertraglicher Regelungen agieren. DGB-Chefin Yasmin Fahimi kündigte an, dass konkrete Vorschläge noch vor Monatsende vorgelegt werden sollen.

Der DGB argumentiert, dass Arbeitgeber die Verantwortung für die betriebliche Altersvorsorge teilen sollten, anstatt die vollen Kosten allein zu tragen. In den meisten europäischen Ländern liegen die Pflichtbeiträge zur Altersvorsorge bereits bei über 20 Prozent, wobei Arbeitgeber in der Regel mehr zahlen als Arbeitnehmer. Die Gewerkschaftsorganisation betont, dass diese Systeme ergänzend bleiben und gemeinsam von Unternehmen mitfinanziert werden sollten.

Für nicht tarifgebundene Betriebe schlägt der DGB vor, niedrigschwellige Bedingungen zu schaffen, damit Beschäftigte in bestehende Vorsorgepläne einsteigen können. Fahimi räumte ein, dass Kritiker befürchten könnten, verpflichtende Beiträge würden die finanzielle Belastung erhöhen. Dennoch ist der DGB bereit, Tarifverträge auszuhandeln, die alle Arbeitnehmer abdecken – auch wenn mit Widerstand aufgrund der wirtschaftlichen Lage zu rechnen ist.

Hintergrund des Vorstoßes ist, dass Millionen Beschäftigte in Deutschland, insbesondere in nicht tarifgebundenen Branchen, weiterhin ohne betriebliche Altersvorsorge dastehen. Mit seinem Plan will der DGB diese Lücke durch verbindliche Verhandlungen und gemeinsame Finanzierungsmodelle schließen.

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Noch vor Ende des Monats wird der DGB detaillierte Vorschläge zur verpflichtenden betrieblichen Altersvorsorge veröffentlichen. Falls umgesetzt, würden die Änderungen die Absicherung auf Millionen Arbeitnehmer ausweiten, die derzeit keine betriebliche Rentenplanung haben. Arbeitgeber und Gewerkschaften müssten sich dann auf gemeinsame Finanzierungsstrukturen einigen, um das System tragfähig zu machen.

Quelle