Deutschland verpasst EU-Frist für Lohntransparenz – wann kommt das Gesetz?
Paul MüllerDeutschland verpasst EU-Frist für Lohntransparenz – wann kommt das Gesetz?
Deutschland hat die EU-Frist für die Einführung von Regeln zur Lohntransparenz verpasst. Das Land hätte die EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz bis zum 7. Juni umsetzen müssen. Beamte räumen nun ein, dass sich die Verzögerungen fortsetzen werden, da die Abstimmungen noch andauern.
Ziel der Richtlinie ist es, Lohnunterschiede zwischen Beschäftigten sichtbarer zu machen. Unternehmen müssten dann Gehaltsdaten offenlegen, um Arbeitnehmern die Identifizierung ungerechtfertigter Einkommensungleichheiten zu erleichtern. Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) hatte die notwendigen Schritte für das Gesetzgebungsverfahren vorbereitet.
Trotz dieser Vorbereitungen gelang es dem Ministerium nicht, das Gesetz rechtzeitig zu finalisieren. Beamte bestätigten, dass weitere Beratungen erforderlich sind, bevor die Regeln in Kraft treten können. Ein neuer Termin steht bisher noch nicht fest.
Die Verzögerung bedeutet, dass Arbeitnehmer in Deutschland länger auf mehr Klarheit bei der Gehaltstransparenz warten müssen. Arbeitgeber werden erst nach Verabschiedung des Gesetzes neuen Meldepflichten unterliegen. Wann die Umsetzung nun erfolgen soll, hat die Regierung bisher nicht mitgeteilt.






