Deutschland schiebt wieder Straftäter nach Syrien ab – Baden-Württemberg führt die Liste an
Lotta BrandtKriminelle Ausländer: Lorek fordert Druck auf Heimatländer - Deutschland schiebt wieder Straftäter nach Syrien ab – Baden-Württemberg führt die Liste an
Deutschland hat nach einer 13-jährigen Pause Abschiebungen nach Syrien wieder aufgenommen. Der Schritt folgt einer Politikänderung aus dem Jahr 2024, die verurteilte Straftäter und Sicherheitsrisiken ins Visier nimmt. Die Behörden in Baden-Württemberg bearbeiten derzeit fast 900 Hochrisikofälle mit ausländischen Staatsbürgern.
Abschiebungen nach Syrien waren 2011 aufgrund des Bürgerkriegs zunächst ausgesetzt worden. Das Verbot blieb bis Ende 2024 in Kraft, als die Behörden eine Kehrtwende in der Politik ankündigten. Seither hat Deutschland mindestens einen Straftäter nach Syrien abgeschoben; weitere Fälle werden geprüft.
Eine spezielle Taskforce in Baden-Württemberg ist seit acht Jahren aktiv. In dieser Zeit hat sie 618 Straftäter abgeschoben und weitere 585 des Landes verwiesen. Zudem konnte das Team die Identität von 341 Verdächtigen bestätigen, die mit schweren Straftaten in Verbindung stehen.
Aktuell droht 33 syrischen Straftätern in der Region die Abschiebung. Einige befinden sich bereits in Haft und warten auf ihre Ausreise. Die Taskforce bearbeitet weiterhin Fälle, mit besonderem Fokus auf Wiederholungstäter und Hochrisikopersonen.
Die Wiederaufnahme der Abschiebungen markiert einen deutlichen Wandel in Deutschlands Umgang mit ausländischen Straftätern. Die Taskforce in Baden-Württemberg bleibt dabei zentral – Hunderte Fälle sind noch anhängig. Die Behörden haben bisher keine vollständige Statistik der seit der Wiedereinführung der Regelung Abgeschobenen vorgelegt.






