29 March 2026, 18:14

Deutschland plant Alkohol-Verbot für Jugendliche unter 16 – selbst mit Eltern

Karte von Australien, die den Prozentsatz der unteralterigen Teenager in jedem Bundesstaat mit roter Schattierung hervorhebt, begleitet von Text, der unten besagt, dass unteralterige Teenager wegen einvernehmlichen Sex in die Sexualstraftäterliste aufgenommen werden können.

Deutschland plant Alkohol-Verbot für Jugendliche unter 16 – selbst mit Eltern

Deutschland will das Alkoholgesetz für Jugendliche verschärfen – ein neuer Gesetzentwurf sieht strengere Regeln vor. Demnach soll es 14- und 15-Jährigen künftig verboten sein, Bier, Wein oder Sekt zu trinken – selbst in Begleitung der Eltern. Bundesfamilienministerin Karin Prien treibt die Reform voran, die Teil einer umfassenderen Novelle der Kinder- und Jugendhilfe ist.

Hintergrund der Pläne ist die seit Jahren wachsende Sorge über den Alkoholkonsum von Jugendlichen. Gesundheitsfachleute und Studien warnen immer wieder vor den Risiken von frühem Alkoholkonsum, von Hirnschäden bis hin zu Suchterkrankungen.

Die Debatte über den Jugendalkoholkonsum hat in den letzten Jahren an Fahrt aufgenommen. Zwischen 2021 und 2026 setzten sich Gesundheitsorganisationen wie die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) für schärfere Vorschriften ein. Berichte, darunter die KiGGS-Studie 2020 des Robert Koch-Instituts und eine DHS-Analyse aus dem Jahr 2022, wiesen auf die Gefahren von Alkohol für die Gehirnentwicklung von Jugendlichen hin. Auch die WHO Europa hatte auf die hohen Raten von Rauschtrinken unter deutschen Teenagern hingewiesen.

Bisher dürfen 14- und 15-Jährige in Deutschland Bier, Wein oder Sekt legal konsumieren, wenn ein Elternteil oder eine erziehungsberechtigte Person anwesend ist. Der neue Entwurf streicht diese Ausnahme komplett. Ministerin Priens Begründung: Selbst kontrollierter Alkoholkonsum berge erhebliche Gesundheitsrisiken, darunter Suchtgefahr, aggressives Verhalten und Vernachlässigung.

Die Änderung ist Teil eines größeren Reformpakets zur Kinder- und Jugendhilfe. Der Gesetzentwurf befindet sich derzeit in der Abstimmung mit Beteiligten. Bei Zustimmung könnte er noch in diesem Jahr den Bundestag passieren.

Das geplante Gesetz würde einen deutlichen Kurswechsel in der deutschen Jugendalkoholpolitik bedeuten. Durch den Wegfall der Elternregelung soll der frühe Alkoholkonsum und seine langfristigen Folgen eingedämmt werden. Die endgültige Entscheidung liegt beim Bundestag, eine Abstimmung wird vor 2025 erwartet.

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