17 June 2026, 18:22

Dermbachs Bürger protestieren gegen geplantes Windkraft-Vorranggebiet W 14

Öffentliche Versammlung in Dermbach: Kritische Fragen dominieren die Debatte

Dermbachs Bürger protestieren gegen geplantes Windkraft-Vorranggebiet W 14

Bürgerversammlung in Dermbach: Windkraft-Vorranggebiet W 14 stößt auf Kritik

Rund 100 Bürgerinnen und Bürger folgten einer Einladung der Gemeinde Dermbach, um über das geplante Windkraft-Vorranggebiet W 14 zu diskutieren. Bei der von der Kommune organisierten Veranstaltung wurden Details zum Teilplan Windenergie für Südwestthüringen vorgestellt. Im Mittelpunkt der Debatte standen Bedenken zu gesundheitlichen Auswirkungen, Landschaftsbeeinträchtigungen und der Einbindung der Bevölkerung.

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Die Gemeinde Dermbach hatte die Anwohner zu der Informationsveranstaltung am Montag geladen. Vertreter der Verwaltung präsentierten dabei nicht nur konkrete Pläne für das Vorranggebiet W 14, sondern auch den überarbeiteten Entwurf für die regionale Windenergiestrategie. Dieser sieht in der zweiten Fassung insgesamt 40 neue Windkraft-Vorranggebiete vor, die sich auf etwa 7.483 Hektar – entsprechend 1,8 Prozent der Regionalfläche – erstrecken.

Bürgermeister Thomas Hugk betonte in seiner Rede die Notwendigkeit, Chancen und Risiken des Windkraftausbaus sorgfältig abzuwägen. Landrat Dr. Michael Brodführer versicherte den Anwesenden, dass innerhalb des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön keine Windräder errichtet werden. Aus dem Publikum kam zudem der Wunsch nach belastbaren Bedarfsanalysen, bevor weitere Standorte für Windkraftanlagen ausgewiesen werden.

Viele Teilnehmer forderten eine stärkere Bürgerbeteiligung, einige sprachen sich sogar für ein lokales Bürgerentscheid aus. Andere äußerten Sorgen über mögliche gesundheitliche Folgen durch Windräder sowie die Auswirkungen auf bewaldete Landschaften. Der aktuelle Plan übertrifft zwar bereits die für 2027 gesetzten Flächenziele Thüringens für Windenergie, erreicht aber noch nicht die Vorgaben für 2032.

Die Veranstaltung zeigte ein großes öffentliches Interesse an der Gestaltung der Windkraftpolitik. Die Verwaltung bestätigte, dass geschützte Gebiete wie das Biosphärenreservat Rhön von der Planung ausgenommen bleiben. Der Entwurf wird weiterverfolgt, könnte aber nach Rückmeldungen aus der Bevölkerung noch angepasst werden.

Quelle