Demokratiewoche 2024: Schüler:innen erleben Politik zwischen Planspiel und Pizza-Debatten
Lotta BrandtDemokratiewoche 2024: Schüler:innen erleben Politik zwischen Planspiel und Pizza-Debatten
Demokratiewoche 2024: Wie Schüler:innen in Baden-Württemberg Politik hautnah erlebten
Die Demokratiewoche 2024 bot Schüler:innen in Baden-Württemberg die Gelegenheit, politische Prozesse in der Praxis kennenzulernen. In Workshops, Spielen und offenen Diskussionen setzten sich junge Menschen mit grundlegenden Fragen zu Gerechtigkeit, Regeln und lokalen Herausforderungen auseinander.
Ein Höhepunkt war das Planspiel Quararo, bei dem die Teilnehmenden in die Rollen von Entscheidungsträger:innen schlüpften. Sie diskutierten, stimmten ab und erlebten am eigenen Leib, wie demokratische Abläufe die Gesellschaft prägen.
Sechs Schülergruppen verschiedener Schulen nahmen an Quararo teil – einem Spiel, das reale demokratische Konflikte simuliert. Die Spieler:innen mussten Regeln aushandeln, Mehrheits- und Minderheitenrechte abwägen und über Meinungsfreiheit debattieren. Die Runden führten zu lebhaften Auseinandersetzungen über Gerechtigkeit und die Auswirkungen von Gesetzen auf den Alltag.
Bevor es ins Spiel ging, sammelten die Schüler:innen lokale Themen, die ihnen wichtig waren. Dazu zählten bessere Freiräume für Jugendliche, der Zugang zu medizinischer Versorgung und Ideen, um Innenstädte lebendiger zu gestalten. Diese Anliegen flossen später in die Simulation ein.
In einem separaten Workshop unter dem Titel Deine Stimme, dein Land vermittelte die Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg (SKJB) einer Klasse 15- und 16-Jähriger der Ludwig-Dürr-Schule Wissen über den Landtag, politische Parteien und Wahlverfahren. Die Jugendlichen lernten auch, wo sie verlässliche Informationen zu Kandidat:innen und Programmen finden.
Zum Programm der Woche gehörten zudem eine Jugendparlaments-Sitzung und Pizza & Politik – ein lockeres Format, bei dem junge Menschen bei Essen über Demokratie ins Gespräch kamen. Viele Teilnehmende zeigten sich begeistert und wünschten sich für künftige Veranstaltungen noch kontroversere Themen, um die Debatten zu vertiefen.
Die Rückmeldungen machten deutlich: Der praxisnahe Ansatz verhalf Politik zu mehr Relevanz. Statt nur zuzuhören, konnten die Schüler:innen argumentieren, Kompromisse finden und erleben, wie ihre Entscheidungen Konsequenzen haben.
Die Demokratiewoche bot Jugendlichen einen direkten Zugang zu Politik und lokalen Anliegen. Am Ende hatten sie ein klareres Bild davon, wie Demokratie funktioniert – und wie sie selbst mit ihrer Stimme etwas bewegen können. Die Veranstalter:innen betonten, dass die Mischung aus Spielen, Workshops und lockeren Gesprächsrunden politische Teilhabe für die nächste Generation greifbar gemacht habe.






