17 March 2026, 18:11

Dachser und Fraunhofer ISE testen Solarstrom für klimaneutrale Logistiklösungen

Luftaufnahme eines Solarparks mit Solarmodulen auf einem Feld, umgeben von Bäumen, Gras, Pflanzen und Wasser, mit einem Zug auf einer nahen Bahnstrecke.

Dachser und Fraunhofer ISE testen Solarstrom für klimaneutrale Logistiklösungen

Logistikunternehmen Dachser und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) testen mobile Solarenergie für den Transportsektor. Ein Kühlauflieger, der mit Photovoltaikmodulen ausgestattet ist, wird derzeit unter realen Bedingungen erprobt. Ziel des Projekts ist es zu prüfen, ob Solarstrom effizient Kühlsysteme, Gabelstapler oder sogar alternative Antriebe in Fahrzeugen unterstützen kann.

Die Zusammenarbeit zwischen Dachser und dem Fraunhofer ISE begann im April 2016. Damals ging es darum zu messen, wie viel Energie Photovoltaikmodule auf beweglichen Fahrzeugen jährlich erzeugen können. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Module bis zu 1.700 Watt liefern – genug, um den Laderaum auch bei Kälte über zwei Grad Celsius zu halten.

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Der Testauflieger ist mit Solarpaneelen, einem Batteriespeichersystem, einer Heizung für den Laderaum, Temperatursensoren und einer Steuereinheit ausgestattet. Dachser hat über Jahre hinweg an diesem Prototyp gearbeitet und ihn für lokale Lieferungen eingesetzt, um praxisnahe Daten zu sammeln.

Seit 2016 erzielen die auf Lkw montierten Solarmodule 80 bis 90 Prozent der Energieausbeute stationärer Anlagen in Deutschland. Während feste Solaranlagen jährlich 150 bis 180 Kilowattstunden pro Quadratmeter erzeugen, liefern die mobilen Systeme 130 bis 160 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Die Unterschiede ergeben sich durch Bewegung, wechselnde Ausrichtungen und gelegentliche Verschattung während der Fahrt.

Die Testergebnisse sollen klären, wie tragfähig mobile Solarenergie für Transportanwendungen ist. Bei Erfolg könnte die Technologie Kühlaggregate, Gabelstapler oder sogar Fahrzeugantriebe mit Strom versorgen. Die Erkenntnisse könnten zudem die Entwicklung zukünftiger, solarbetriebener Nutzfahrzeugflotten beeinflussen.

Quelle