24 June 2026, 23:00

Corus-Aktionäre fürchten Machtverlust durch umstrittenen Rekapitalisierungsplan

Minderheitsaktionäre blockieren Corus-Rekapitalisierung und fordern CRTC-Eingriff

Corus-Aktionäre fürchten Machtverlust durch umstrittenen Rekapitalisierungsplan

Eine Gruppe von Minderheitsaktionären hat Bedenken im Zusammenhang mit dem vorgeschlagenen Rekapitalisierungsplan von Corus Entertainment Inc. geäußert. Die Sorge betrifft insbesondere die zukünftige Kontrolle des Unternehmens sowie die mögliche Auswirkung auf die Programmqualität. Im März 2026 erhielt Corus die gerichtliche Zustimmung des Obersten Gerichtshofs von Ontario, um mit dem Plan fortzufahren. Dieser sieht vor, dass die Gläubiger auf Forderungen in Höhe von rund 500 Millionen US-Dollar verzichten und im Gegenzug 99 Prozent der Anteile an einer neuen Muttergesellschaft namens NewCo erhalten. Die bisherigen Corus-Aktionäre würden dagegen nur einen Anteil von 1 Prozent an NewCo halten.

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Die Minderheitsaktionäre, die gemeinsam mehr als 10 Millionen Aktien besitzen, äußerten Vorbehalte gegenüber der Investmentgesellschaft Canso Investment Counsel Ltd. Diese könnte nach dem Deal über 44 Prozent der Stimmrechte an NewCo kontrollieren. Zudem fürchten sie, dass die Transaktion zu Kostensenkungen auf Kosten der lokalen Programmangebote führen könnte.

Die Gruppe hat der kanadischen Rundfunkaufsichtsbehörde CRTC eine Liste mit Auflagen vorgelegt, die ihrer Meinung nach mit einer Genehmigung des Geschäfts verbunden sein sollten. Die CRTC prüft den Plan derzeit und hat interessierten Parteien bis zum 25. Juni 2026 Zeit gegeben, Stellungnahmen einzureichen. Sollte der Rekapitalisierungsplan genehmigt werden, würde die effektive Kontrolle über alle lizenzierten Programmdienste von Corus auf die neue Eigentümerstruktur übergehen. Die Entscheidung der CRTC wird daher mit Spannung erwartet, da sie weitreichende Folgen für die Zukunft des Unternehmens und seine Programmangebote haben könnte.

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