Chirurg Dr. Werner Mang predigt über Glauben und Schönheit auf dem Bussen
Paul MüllerAuf dem Bus: Prominent-Chirurg Mang hält Osterpredigt - Chirurg Dr. Werner Mang predigt über Glauben und Schönheit auf dem Bussen
Bekannter Chirurg Dr. Werner Mang hält Fastenpredigt auf dem Bussen
Der renommierte Chirurg Dr. Werner Mang hat kürzlich eine Fastenpredigt in der Wallfahrtskirche auf dem Bussen im oberschwäbischen Allgäu gehalten. Mang, der auf eine jahrzehntelange medizinische Karriere zurückblickt, nutzte die Gelegenheit, um über Glauben, Schönheit und die Herausforderungen der katholischen Kirche in der heutigen Zeit zu reflektieren.
Seit der Gründung der Bodensee-Klinik im Jahr 1995 hat Mang über 100.000 Patientinnen und Patienten behandelt oder operiert. Sein Schwerpunkt liegt darauf, Menschen zu helfen, die unter ihrem Äußeren leiden oder sich von Unfällen erholen – mit dem Ziel, sowohl körperliches als auch inneres Wohlbefinden wiederherzustellen. Trotz des Rufs seiner Branche betont er, seine Klinik sei "keine Chirurgie-Fabrik", sondern ein Ort für verantwortungsvolle ästhetische Chirurgie.
In seiner Predigt rief Mang Prominente dazu auf, ihren Glauben offen zu leben, und argumentierte, dass Spiritualität die "Schönheit des Körpers" mit der "Schönheit des Glaubens" verbinden könne. Gleichzeitig kritisierte er oberflächliche Fastenbräuche und forderte stattdessen zu tieferer Besinnung, Toleranz und Frieden auf – statt lediglich auf Süßigkeiten zu verzichten oder Traditionen zu verspotten.
Über seine medizinische Tätigkeit hinaus ist Mang tiefgläubig: Er betet täglich, pilgert auf dem Jakobsweg und ist überzeugt, dass der Glaube die Lasten des Lebens erträglicher macht. Dennoch gestand er Unsicherheit über sein eigenes Seelenheil ein – scherzhaft fügte er hinzu, der Himmel brauche vielleicht einen guten Chirurgen. In seiner Predigt warnte er zudem, die katholische Kirche befinde sich "am Tropf" und habe zunehmend Schwierigkeiten, jüngere Generationen zu erreichen.
Mangs Predigt verband berufliche Erfahrung mit persönlicher Überzeugung und thematisierte sowohl die Rolle des Glaubens im modernen Leben als auch die Herausforderungen für die institutionalisierte Religion. Sein Appell an Prominente, ihre Spiritualität offen zu zeigen, reiht sich ein in die aktuelle Debatte über Glauben in der heutigen Gesellschaft.






