Chicagoer Polizeichef wegen Diebstahls und Waffenmanipulation angeklagt
Paul MüllerChicagoer Polizeichef wegen Diebstahls und Waffenmanipulation angeklagt
Der Polizeichef von Chicago, Earl Mayo, steht wegen schwerwiegender Vorwürfe vor Gericht. Ihm werden unter anderem Diebstahl, Amtsmissbrauch und Beweismanipulation zur Last gelegt. Die Ermittlungen brachten zudem Verbindungen zu illegalem Waffenhandel ans Licht, die nun zu einer Anklage gegen ihn und eine weitere Person führten. Laut den Ermittlungsergebnissen verkaufte Mayo eine Pistole vom Typ Taurus G3 an ein Pfandhaus in Hobart, Indiana – obwohl die Waffe noch als Beweisstück in einem laufenden Verfahren sichergestellt war. Später konnte die Schusswaffe bis zu ihm zurückverfolgt werden. Zudem soll er einen anderen Beamten angewiesen haben, die Waffe aus dem Pfandhaus zurückzukaufen, um sie dem Zugriff der Justiz zu entziehen.
Mayo wird außerdem vorgeworfen, einen Kollegen gebeten zu haben, Schalldämpfer und weitere Waffen aus einem Tresor in seiner Wohnung zu bergen, bevor diese beschlagnahmt werden konnten. Die Vorwürfe wiegen besonders schwer, da er die Waffen bewusst aus den Ermittlungen entfernen wollte. Neben Mayo wird auch Taneka Borders angeklagt, die ihm angeblich beim Erwerb einer weiteren Waffe geholfen haben soll.
Die Staatsanwaltschaft wirft beiden vor, sich wegen Diebstahls, Amtsmissbrauchs, versuchter Justizbehinderung und unerlaubten Besitzes eines anabolen Steroids verantworten zu müssen. Die genauen Hintergründe der Vorfälle und mögliche weitere Beteiligte werden noch geprüft. Die Anklage gegen Mayo und Borders markiert einen schweren Vertrauensbruch in der Chicagoer Polizei. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, drohen beiden langjährige Haftstrafen und der Verlust ihrer beruflichen Stellung. Die Ermittlungen laufen derweil weiter, um mögliche weitere Verstrickungen aufzudecken.






