20 February 2026, 14:37

Charli XCX' Mockumentary The Moment sorgt auf der Berlinale für Eklat und Satire

Zwei Frauen und ein Mann stehen an einem Rednerpult vor einer ukrainischen Flagge, wobei der Mann einen schwarzen Blazer, ein weißes Hemd und schwarze Hosen trägt und die Frau rechts ein graues Kleid trägt, vor einer cremefarbenen Wand mit Text und einer braunen Tür links.

Charli XCX' Mockumentary The Moment sorgt auf der Berlinale für Eklat und Satire

Charli XCX' satirische Mockumentary The Moment feierte Premiere auf der Berlinale

The Moment, die neue satirische Mockumentary von Charli XCX, wurde auf dem Berlinale Filmfestival uraufgeführt. Der von A24 vertriebene Film sorgt bereits für Gesprächsstoff – nicht nur wegen seines Humors, sondern auch wegen einer Afterparty-Kontroverse, die mutmaßliche Verbindungen zur russischen Regierung aufwarf.

The Moment wirft einen scharfzüngigen, komischen Blick auf die Musikbranche. Neben Charli XCX spielen weitere Prominente mit, die den Ruhm und die kreativen Kämpfe der Szene auf die Schippe nehmen. Kritiker heben besonders die memetauglichen Szenen hervor; das Magazin NME vergab drei Sterne für den Witz des Films und die Leistung der Sängerin.

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Neben dem Film komponierte Charli XCX auch die Musik für die bevorstehende Neuverfilmung von Sturmhöhe und veröffentlichte ein Begleitalbum. Doch der künstlerische Erfolg des Projekts geriet schnell in den Hintergrund, als die Afterparty zur Premiere in Berlin für Schlagzeilen sorgte.

Laut Berichten unterhält die Gastgeberin der Veranstaltung, Anastasia Schewzowa, Verbindungen zur Tradizija-Stiftung – einer russischen Organisation, die seit dem Überfall auf die Ukraine 2022 von Schanna Schewzowa geleitet wird. Die Stiftung fördert durch Jugendprogramme, Publikationen und Veranstaltungen eine kriegsbefürwortende patriotische Haltung und steht damit im Einklang mit der Kremlin-Ideologie zu traditionellen Werten und antwestlicher Gesinnung.

Sowohl Charli XCX als auch Schewzowa distanzierten sich umgehend von den Vorwürfen. Die Sängerin veröffentlichte eine Stellungnahme, in der sie ihre Unterstützung für die Ukraine und ihre Ablehnung der Handlungen der russischen Regierung betonte. Sie behauptete, keine Kenntnis von den mutmaßlichen Verbindungen der Gastgeberin gehabt zu haben. Schewzowa wiederum wies jede Beteiligung an der politischen Ausrichtung der Stiftung von sich.

Die Kontroverse wirft einen Schatten auf die Veröffentlichung von The Moment, trotz der überwiegend positiven Resonanz. Charli XCX' schnelle Reaktion klärte zwar ihre Position, doch der Vorfall zeigt, wie komplex internationale Veranstaltungen im heutigen politischen Klima sein können. Der Film bleibt unter dem Label A24 für eine breitere Veröffentlichung vorgesehen – seine satirische Abrechnung mit der Musikwelt bleibt weiterhin ein zentraler Anziehungspunkt für das Publikum.