29 June 2026, 16:36

CDU-Politiker Krings zerpflückt Prostituiertenschutz-Kommission als realitätsfremd

CDU-Vize Krings kritisiert Prostituiertionskommission

CDU-Politiker Krings zerpflückt Prostituiertenschutz-Kommission als realitätsfremd

Günter Krings, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat eine von der Bundesregierung eingesetzte Kommission scharf kritisiert, die die Reform des deutschen Prostituiertenschutzgesetzes prüft. In einem Interview mit RTL und ntv am Montag äußerte er Zweifel an der Zusammensetzung des Gremiums sowie an dessen Bezug auf umstrittene Studien.

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Die Kommission war auf Initiative von Bundesfamilienministerin Karin Prien eingerichtet worden, um mögliche gesetzliche Änderungen auszuloten. Ihre Arbeit stützt sich auf einen Evaluierungsbericht eines kriminologischen Instituts, dessen Leiter zugleich den Vorsitz des Gremiums innehat.

Krings warf der Studie vor, ein realitätsfernes Bild der Branche zu zeichnen. Dem Bericht zufolge verfügen 25 Prozent der Sexarbeiter:innen über einen Hochschulabschluss und 80 Prozent über eine Krankenversicherung. Diese Zahlen bezeichnete er als nicht repräsentativ und verwies darauf, dass sie lediglich eine kleine, privilegierte Gruppe widerspiegelten. Seine Schätzung zufolge seien nicht mehr als 10 Prozent der Sexarbeiter:innen offiziell gemeldet, landesweit würden lediglich 50 Personen Sozialabgaben zahlen.

Die CDU/CSU-Fraktion zeigte sich enttäuscht über die Bildung der Kommission. Krings behauptete, das Gremium sei einseitig besetzt worden – noch während seiner Partei an der Regierung beteiligt war. Zudem äußerte er Skepsis gegenüber früheren Erkenntnissen des Kommissionsvorsitzenden.

Im Mittelpunkt der Kontroverse steht die Zuverlässigkeit der Daten, die als Grundlage für mögliche Reformen dienen sollen. Krings besteht darauf, dass die Forschungsergebnisse der Kommission die tatsächlichen Verhältnisse in der Sexarbeit in Deutschland nicht abbilden. Die CDU/CSU bleibt bei ihrer Kritik an der Glaubwürdigkeit und Vorgehensweise des Gremiums.

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