CDU-Politiker Frank Bommert gerät wegen NS-Militärfahrzeugen in die Kritik
Paul MüllerCDU-Politiker Frank Bommert gerät wegen NS-Militärfahrzeugen in die Kritik
Ein CDU-Politiker in Brandenburg ist nach der Veröffentlichung eines Videos mit restaurierten Militärfahrzeugen aus der NS-Zeit in die Kritik geraten. Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, hatte die Aufnahmen zunächst auf Instagram gepostet, sie später jedoch wieder gelöscht. Der Vorfall führte zu seinem Rücktritt von einem wichtigen Ausschussvorsitz und einer offiziellen Rüge der Partei.
Das Video zeigte Uniformierte, die auf historischen Wehrmacht-Motorrädern unterwegs waren. Bommert lehnte zunächst eine Stellungnahme ab, räumte später jedoch ein, die Veröffentlichung sei ein Fehler gewesen. Nach öffentlichem Protest trat er als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag zurück.
Steeven Bretz, Fraktionschef der CDU, distanzierte sich entschieden von den Inhalten des Videos. Er kündigte eine interne Prüfung sowie ein persönliches Gespräch mit Bommert an. Die Partei sprach eine formelle Rüge aus, entzog ihm jedoch keine weiteren Ämter.
Für Bommert ist dies nicht der erste Eklat. Bereits Anfang dieses Jahres hatte er mit einem WhatsApp-Status für Aufsehen gesorgt, in dem er seine Lieblingspolitiker nannte – darunter Robert Habeck, Annalena Baerbock, Ricarda Lang und Olaf Scholz. Kein anderer CDU-Politiker in Brandenburg war in den vergangenen fünf Jahren wegen historisch brisanter oder sensibler Inhalte ähnlich in die Schlagzeilen geraten.
Das Video wurde inzwischen entfernt, und Bommert hat eines seiner Ämter niedergelegt. Die CDU hat disziplinarische Maßnahmen ergriffen, auf weitere Sanktionen jedoch vorerst verzichtet. Die Partei wird den Fall nun intern aufarbeiten, bevor über weitere Schritte entschieden wird.






