28 April 2026, 02:09

CDU-Pläne: Weniger Bürokratie, mehr Digitalisierung für Unternehmen

Diagramm der organisationalen Struktur der Europäischen Union mit Flaggen der Mitgliedsländer und beschrifteten Abteilungen und Rollen.

CDU-Pläne: Weniger Bürokratie, mehr Digitalisierung für Unternehmen

Carsten Linnemann, Generalsekretär der deutschen CDU, hat einen Drei-Punkte-Plan vorgelegt, um Bürokratie abzubauen und die Belastung für Unternehmen zu verringern. Seine Vorschläge kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die CDU/CSU-Bundestagsfraktion am Dienstag über ein neues wirtschaftliches Entlastungspaket entscheiden will. Die Pläne richten sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und zielen darauf ab, behördliche Hürden zu reduzieren, während gleichzeitig die Kontrollen für Regelbrecher verschärft werden sollen.

Linnemanns erster Vorschlag sieht eine dreijährige Aussetzung aller Dokumentationspflichten für Unternehmen vor. Er argumentiert, dass die verpflichtende Bürokratie Unternehmer pauschal unter Generalverdacht stelle. Stattdessen plädiert er für ein System mit weniger administrativem Aufwand, aber härteren Strafen für diejenigen, die gegen Vorschriften verstoßen.

Darüber hinaus fordert er die Abschaffung des deutschen Lieferkettengesetzes. An dessen Stelle sollen EU-weite Regelungen treten, die einen einheitlicheren Rahmen für Unternehmen schaffen. Diese Änderung, so Linnemann, würde insbesondere Betrieben mit weniger als 5.000 Beschäftigten zugutekommen.

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Ein weiterer zentraler Punkt ist die Aussetzung aller noch bestehenden analogen Meldepflichten in der Statistik. Unternehmen müssten dann keine papierbasierten Berichte mehr einreichen, bis eine vollständige digitale Lösung verfügbar ist. Linnemann betonte, dass diese Maßnahmen die Kosten und den Verwaltungsaufwand für kleinere Betriebe deutlich senken würden.

Im Vorfeld der CDU/CSU-Sitzung am Dienstag rief er die Ampelkoalition auf, politischen Willen bei der Umsetzung seiner Ideen zu zeigen. Sein Fokus liegt darauf, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands durch gezielte Reformen zu stärken.

Die CDU/CSU-Fraktion wird in dieser Woche über das endgültige Entlastungspaket entscheiden. Falls die Vorschläge angenommen werden, könnten sie zu weniger Papierkram und einem Umstieg auf digitale Berichterstattung für Unternehmen führen. Die Änderungen würden vor allem kleine und mittlere Betriebe entlasten, während für Regelverstöße künftig strengere Sanktionen gelten sollen.

Quelle