CDU-Parteitag in Stuttgart: Merz setzt auf Disziplin und harte Reformen
Miriam AlbrechtCDU-Parteitag in Stuttgart: Merz setzt auf Disziplin und harte Reformen
CDU-Bundesparteitag in Stuttgart: Richtungsentscheidungen und Führungswahlen im Februar 2026
Der Bundesparteitag der CDU in Stuttgart steht im Februar 2026 vor großen politischen Debatten und Personalentscheidungen. Über 1.000 Delegierte kommen für nur zwei Tage zusammen, um ein 444 Seiten starkes Programm mit brisanten Themen zu bewältigen. Parteichef Friedrich Merz setzt auf strikte Disziplin – selbst Alkohol ist während der Verhandlungen am Freitag verboten, um die Konzentration des Bundeskanzlers zu wahren.
Die Konferenz beginnt mit hohem Druck für Merz, der nach einer früheren Wahlniederlage ein klares Signal für seine Führung braucht. Bereits am Freitag steht die Neuwahl des gesamten Bundesvorstands an, einschließlich des Vorsitzenden. Sein Insistieren auf Professionalität geht so weit, dass er selbst Pausen für Getränke während der Debatten und Abstimmungen untersagt – eine deutliche Absage an das, was er als "Teilzeit-Mentalität" in der Partei kritisiert.
Im Mittelpunkt der Vorlagen des Vorstands steht die Wohnungsbaupolitik, die das Angebot erhöhen und Wohneigentum fördern soll. Doch die sozialen Reformen werden die Diskussionen dominieren: Zur Debatte stehen eine Anhebung des Renteneintrittsalters und der Ausbau privater Altersvorsorge. Ein weiterer Zündstoff sind strengere Regeln für soziale Medien, insbesondere Altersbeschränkungen, die bereits für hitzige Auseinandersetzungen gesorgt haben.
Die Bedeutung des Parteitags unterstreicht zudem die erwartete Anwesenheit der früheren Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ihr Auftritt könnte die Aufmerksamkeit von Merz ablenken, der seit seinem Amtsantritt als ihr Nachfolger daran arbeitet, seine Autorität zu festigen. Der straffe Zeitplan lässt kaum Raum für Verzögerungen – die Delegierten müssen schnelle Entscheidungen mit gründlichen Debatten in Einklang bringen.
Der Parteitag endet mit wegweisenden Beschlüssen zu Führung, Wohnungsbau und Sozialpolitik. Merz' Effizienzoffensive – inklusive Alkoholverbot – zeigt seinen Willen, die Partei geschlossen hinter sich zu bringen. Die Ergebnisse werden die künftige Ausrichtung der CDU prägen, während sie interne Gräben überwindet und sich auf kommende Herausforderungen vorbereitet.






