11 February 2026, 06:09

CDU in Baden-Württemberg setzt 2026 auf Wirtschaft und Sicherheit – mit grünem Erbe

Eine alte braune Postkarte mit zwei Stempeln, einer mit der Aufschrift "Lubbenau, Deutschland, 2. Reichsspott Politarte" und handgeschriebener Text.

CDU in Baden-Württemberg setzt 2026 auf Wirtschaft und Sicherheit – mit grünem Erbe

Die Christlich Demokratische Union (CDU) in Baden-Württemberg bereitet sich auf die Landtagswahl 2026 vor – mit einem klaren Fokus auf Wirtschaftswachstum und Sicherheitsreformen. Jahrelang dominierte die Partei das Land fast sechs Jahrzehnte lang, doch heute ist sie nur noch Juniorpartner in einer Koalition mit den Grünen. Aktuelle politische Weichenstellungen zeigen eine Mischung aus traditionell konservativen Werten und modernen, progressiven Ansätzen.

Gegründet nach 1945, ging die CDU aus ehemaligen Mitgliedern der katholisch geprägten Deutschen Zentrumspartei sowie anderen bürgerlichen Kräften der Weimarer Republik hervor. Von 1953 bis 2011 stellte sie ununterbrochen den Ministerpräsidenten in Baden-Württemberg, ehe sie die Regierungsmacht verlor und in die Opposition ging. Traditionell regierte die Partei in Minderheitsregierungen oder im Bündnis mit der Freien Demokratischen Partei (FDP) und setzte sich für marktwirtschaftliche Politik mit sozialem Ausgleich ein.

Seit 2011 hat sich die Rolle der CDU grundlegend gewandelt. Nach Jahren konservativer, haushaltspolitisch zurückhaltender Führung ging sie 2016 eine sogenannte "Künast-Koalition" mit den Grünen ein. Diese Partnerschaft trieb progressive Reformen voran – etwa den Ausbau der Ganztagsschulen, die Digitalisierungsoffensive und höhere Investitionen in die berufliche Bildung. Ein deutlicher Kontrast zu früheren CDU-FDP-Regierungen, die vor allem auf Haushaltsdisziplin setzten.

Unter Bundesvorsitzendem Friedrich Merz vertritt die Partei zwar eine strengere Haltung in der Migrationspolitik, doch insgesamt haben sich ihre Positionen zu Familie und Zuwanderung in den letzten 20 Jahren gemäßigter entwickelt. Mit Blick auf 2026 wirbt die CDU für wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen, Innovationsförderung und Gründeranreize. Zudem schlägt sie einen neuen "Sicherheitsrat" vor, um die Zusammenarbeit zwischen Behörden des öffentlichen Sicherheitswesens und des Zivilschutzes zu verbessern.

Im Bildungsbereich will die CDU die Gebühren für Meisterprüfungen abschaffen und die digitale Kompetenz stärken. Geplant sind auch KI-gestützte Assistenzsysteme, die datenschutzkonform arbeiten – ein Balanceakt zwischen technologischem Fortschritt und Schutz persönlicher Daten.

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Die strategische Neuausrichtung der CDU verbindet wirtschaftsliberale Prinzipien mit sozialer Verantwortung. Die Zusammenarbeit mit den Grünen hat bereits spürbare Veränderungen in Bildung und digitaler Infrastruktur gebracht. Im Wahlkampf 2026 dürften die Themen Sicherheit, Innovation und berufliche Bildung die Schwerpunkte der Partei prägen.