Büros werden zu Wohnungen: Wie der Staat Leerstand in Großstädten bekämpft
Paul MüllerBüros werden zu Wohnungen: Wie der Staat Leerstand in Großstädten bekämpft
Neues staatliches Förderprogramm: Büros werden zu Wohnungen in Deutschlands Großstädten umgewandelt
Mit einem neuen Förderprogramm unterstützt die Bundesregierung die Umwandlung leerstehender Büroräume in Wohnungen in den größten Städten Deutschlands. Das Vorhaben soll gleichzeitig den Wohnungsmangel lindern und ungenutzte Gewerbeimmobilien reduzieren. Investoren erhalten bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit – ohne Rückzahlungspflicht.
Im Fokus stehen freie Büroflächen in Berlin, Hamburg, München und vier weiteren Metropolen. Nach Schätzungen von Behörden könnten so rund 11.000 neue Wohnungen entstehen. Unter optimalen Bedingungen wäre sogar eine Zahl von bis zu 60.000 möglich.
Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Sanierungen den Standard "Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien" erfüllen. Damit soll sichergestellt werden, dass die umgebauten Gebäude klimafreundlich und energieeffizient sind. Pro Unternehmen ist die Gesamtförderung auf 300.000 Euro begrenzt.
Doch der Prozess birgt Herausforderungen: Bürogrundrisse müssen oft aufwendig und kostspielig umgestaltet werden – von der Installation sanitärer Anlagen bis zur Dämmung. Zudem haben die gestiegenen Baukosten der vergangenen Jahre einige Projekte für Investoren weniger attraktiv gemacht.
Das Programm bietet finanzielle Anreize, um den Wohnungsmangel zu verringern und Leerstand zu bekämpfen. Zwar stehen Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro Einheit bereit, doch die hohen Umwandlungskosten bleiben eine Hürde. Bei Erfolg könnte die Initiative jedoch Tausende neue Wohnungen in Deutschlands größten Städten schaffen.






