Bündnis C stellt radikale Forderungen für Baden-Württemberg vor der Landtagswahl 2026 auf
Miriam AlbrechtBündnis C stellt radikale Forderungen für Baden-Württemberg vor der Landtagswahl 2026 auf
Bündnis C, eine kleine christliche Partei in Deutschland, hat vor der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg ihre zentralen Forderungen vorgestellt. Die 2015 aus einem Zusammenschluss christlicher Gruppierungen hervorgegangene Vereinigung setzt sich vor allem für Familienwerte, eine Reform der Energiepolitik und eine bessere Finanzierung des Gesundheitswesens ein.
Ihr Programm verbindet biblische Grundsätze mit der Forderung nach strengeren sozialen Regelungen – darunter die Ablehnung von Abtreibung und Leihmutterschaft.
Die Partei entstand 2015 durch den Zusammenschluss mehrerer christlicher Gruppen, darunter die Partei Bibeltreuer Christen (PBC) und die AUF – Partei für Arbeit, Umwelt und Familie. Ihre Vorgängerparteien hatten bei früheren Landtagswahlen in Baden-Württemberg maximal 0,7 Prozent der Stimmen erreicht.
Seit 2016 kämpft Bündnis C jedoch um politischen Einfluss. Zwar konnte sie einige Sitze in Kommunalparlamenten erringen, bei Landes-, Bundestags- oder Europawahlen blieb sie aber stets unter 0,2 Prozent.
Im Gesundheitsbereich fordert die Partei, dass Bund und Länder mehr finanzielle Verantwortung übernehmen. Sie setzt sich für eine bessere Ausstattung von Krankenhäusern, Notfallkliniken und urlaubsnahen Versorgungseinrichtungen ein.
In der Energiepolitik wirbt Bündnis C für zuverlässige Energiequellen wie Biogas und regt eine Neubewertung der Kernkraft an. Ihre Sozialpolitik zielt auf traditionelle Familienstrukturen ab – etwa durch die Einführung eines "Elternlohns" für Erziehende, die zu Hause bei ihren Kindern bleiben.
Die Partei lehnt eine verpflichtende Organspende sowie frühe sexualpädagogische Aufklärung in Kindergärten ab. Stattdessen unterstützt sie das Recht der Eltern auf Hausunterricht und will das Ehegattensplitting durch ein familienbasiertes Steuermodell ersetzen.
Bei Abtreibung und Leihmutterschaft vertritt Bündnis C eine harte Linie und fordert eine Strafbarkeit im Einklang mit ihrem christlichen Wertegerüst.
Das Wahlprogramm für 2026 spiegeln die langjährigen Prioritäten der Partei wider: Familie, Glaube und Haushaltsdisziplin. Zwar bleibt ihr Wählerzuspruch begrenzt, doch hält sie weiter an einer Politik fest, die sich an christlichen Werten orientiert.
Ob ihre Vorschläge zu Energie, Gesundheit und Bildung bei der anstehenden Landtagswahl in Baden-Württemberg Anklang finden, wird sich zeigen.






