21 April 2026, 08:10

Bundeswehr reformiert Reservekräfte mit neuer Strategie und strengeren Regeln für Arbeitgeber

Balkendiagramm, das den Anteil der Zivilisten ab 16 Jahren, die nicht erwerbstätig sind, nach Grund von 2004 bis 2014 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Bundeswehr reformiert Reservekräfte mit neuer Strategie und strengeren Regeln für Arbeitgeber

Bundeswehr will Reservekräfte mit neuer Strategie und Gesetzesänderungen reformieren

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Das Bundesverteidigungsministerium plant eine Reform der Reservekräfte mit einer neuen Strategie und rechtlichen Anpassungen. Verteidigungsminister Boris Pistorius wird die Pläne am Mittwoch vorstellen – mit dem Ziel, die militärische Einsatzbereitschaft Deutschlands zu stärken. Zu den zentralen Vorschlägen gehören die Anhebung der Altersgrenze für Reservisten sowie Änderungen bei den Rechten von Arbeitgebern während Einberufungen.

Aktuell liegt die Altersgrenze für Reservistinnen und Reservisten bei 65 Jahren, doch das Ministerium will sie auf 70 Jahre erhöhen. Diese Anpassung spiegelt die längere Berufstätigkeit und die bessere körperliche Fitness älterer Menschen wider. Rund 60.000 Reservisten sind bereits zugewiesen und für einen schnellen Einsatz bereit, doch die Gesamtzahl der Reservisten bleibt unklar.

Zudem soll das bisherige Freiwilligkeitsprinzip für Arbeitgeber entfallen, wenn Reservisten zu Übungen einberufen werden. Bisher können Unternehmen Einsprüche gegen die Teilnahme von Mitarbeitenden an Manövern erheben – dieses Recht würde mit den neuen Regelungen gestrichen. Weitere Prioritäten sind eine bessere Ausstattung der Reservisten sowie sinnvolle und praxisnahe Ausbildungsinhalte.

Mit etwa 110.000 Mitgliedern im Reservistenverband wird jährlich geplant, wie viele an Übungen teilnehmen. Das geplante Reservistenstärkungsgesetz, das noch in diesem Sommer in Kraft treten soll, wird diese Änderungen formal verankern und eine bessere Integration der Reservisten in militärische Operationen sicherstellen.

Die Reformen ermöglichen es Reservisten, länger zu dienen, und verringern die Einflussmöglichkeiten von Arbeitgebern bei Einberufungen. Ziel des Ministeriums ist eine zuverlässigere und besser vorbereitete Reserve. Genauere Umsetzungsdetails werden nach der Vorstellung der neuen Strategie folgen.

Quelle