20 April 2026, 16:10

Bundestag empört über geplante Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende

Kinder in traditioneller bayrischer Tracht tanzen auf einer Straße, umgeben von einer Menge, Zelten, Laternenmasten, Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel.

Bundestag empört über geplante Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende

Ein Vorschlag zur Kürzung der Unterhaltsvorschusszahlungen für Alleinerziehende hat im Bundestag scharfe Kritik ausgelöst. Kommunale Spitzenverbände hatten die Einsparungen vorgeschlagen, um die Haushalte zu entlasten – doch Abgeordnete aus mehreren Parteien verurteilen die Pläne als ungerecht und kurzsichtig.

Die Debatte entbrannte, nachdem kommunale Vertreter eine Reduzierung der Unterhaltsvorschüsse gefordert hatten. Sie argumentierten, die Maßnahme würde die finanziellen Belastungen der öffentlichen Haushalte verringern. Doch der Plan stieß schnell auf breiten Widerstand aus den Reihen der Politik.

Jasmina Hostert, familienpolitische Sprecherin der SPD, wies den Vorschlag entschieden zurück. Sie betonte, dass diese Leistungen für Alleinerziehende essenziell seien, um grundlegende Bedürfnisse zu decken. Ohne sie drohten vielen Familien noch größere Not.

Heidi Reichinnek, Fraktionsvorsitzende der Linken, nannte die geplanten Kürzungen "eine absolute Schande". Sie warnte, dass eine Reduzierung der Unterstützung jetzt mehr Kinder in die Armut treiben könnte – mit weit höheren Folgekosten für die Gesellschaft.

Auch Martin Reichardt, familienpolitischer Sprecher der AfD, lehnte den Vorstoß ab. Statt Alleinerziehende zu belasten, sollten Einsparungen seiner Meinung nach in anderen Bereichen erfolgen, etwa bei der Ukraine-Hilfe oder bei Maßnahmen gegen illegale Migration.

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Misbah Khan, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, schloss sich der Kritik an. Sie machte deutlich, dass besonders schutzbedürftige Kinder und Familien die Hauptlast der Kürzungen tragen würden – und damit Ungleichheit und finanzielle Instabilität für ohnehin schon benachteiligte Gruppen verschärft würden.

Der Vorschlag zur Kürzung des Unterhaltsvorschusses hat die Opposition quer durch das politische Spektrum vereint. Kritiker argumentieren, dass er ohnehin schon kämpfende Familien treffen würde, ohne die grundsätzlichen Haushaltsprobleme zu lösen. Nun geht es darum, ob stattdessen alternative Sparmaßnahmen in Betracht gezogen werden.

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