Bundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Gesundheitsabschlüsse durch neues Gesetz
Paul MüllerBundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Gesundheitsabschlüsse durch neues Gesetz
Der Bundestag hat ein neues Gesetz verabschiedet, das die Anerkennung ausländischer Abschlüsse im Gesundheitsbereich beschleunigen soll. Der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eingebrachte Entwurf zielt darauf ab, das Verfahren für Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Hebammen mit ausländischer Ausbildung zu vereinfachen und zu digitalisieren.
Das Gesetz passierte am Donnerstag mit den Stimmen der Regierungskoalition und der Grünen. Die AfD lehnte den Entwurf ab, während die Linke sich der Stimme enthielt.
Nach den neuen Regelungen können die Bundesländer die Sprachkenntnisse von Bewerberinnen und Bewerbern aus Drittstaaten bereits vor Abschluss ihrer Berufsausbildung prüfen. Zudem werden die Anerkennungverfahren standardisiert, was zu einer schnelleren und einheitlicheren Bearbeitung führen soll.
Bevor das Gesetz in Kraft tritt, muss es noch den Bundesrat passieren. Bei Zustimmung treten die Änderungen am 1. November 2026 in Kraft.
Die Reform soll es im Ausland ausgebildeten Fachkräften im Gesundheitswesen erleichtern, in den deutschen Arbeitsmarkt einzusteigen. Durch die Digitalisierung und Straffung des Verfahrens hofft die Bundesregierung, den Personalmangel in zentralen medizinischen Berufen zu lindern. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Bundesrat.






