Bundesregierung zahlt jahrelang zu hohe Auslandszulagen an Beamte aus
Die deutsche Bundesregierung hat eingeräumt, überhöhte Auslandszulagen an Beamte im Ausland gezahlt zu haben. Ein Berechnungsfehler führte zu falsch eingestuften Zonenklassen, wodurch die Auszahlungen zu hoch ausfielen. Der Fehler wurde nun mit den jüngsten Anpassungen behoben.
Betroffen waren 71 von 220 Auslandsvertretungen – etwa ein Drittel aller Standorte. In der Folge erhielten Beamte höhere Zulagen, als ihnen zustanden. Der finanzielle Schaden durch die Fehlkalkulation wird auf rund fünf Millionen Euro geschätzt.
Rechtliche Vorgaben verhindern, dass die Regierung die zu viel gezahlten Beträge von den Beschäftigten zurückfordert. Im Auswärtigen Amt prüft man nun, ob Schadensersatzansprüche gegen das für den Fehler verantwortliche Unternehmen geltend gemacht werden können.
Die Zonenklassen wurden mit den diesjährigen Aktualisierungen korrigiert. Zwar kann die Regierung die Überzahlungen nicht zurückverlangen, sucht aber nach anderen Wegen, um die Verluste auszugleichen. Der Vorfall zeigt, welche finanziellen Folgen administrative Fehler in der öffentlichen Verwaltung haben können.






