Braunschweiger Händler kämpfen mit jahrelangen Baustellen und fehlender Hilfe
Paul MüllerBraunschweiger Händler kämpfen mit jahrelangen Baustellen und fehlender Hilfe
Lokale Unternehmen in Braunschweig leiden unter anhaltenden Bauarbeiten
Geschäfte in Braunschweig kämpfen mit den Folgen der andauernden Bauprojekte am Hagenmarkt, am Bültenweg und in der Helmstedter Straße. Die Arbeiten führen zu weniger Passantinnen und Passanten, wegfallenden Parkplätzen und gesperrten Zufahrten – viele fordern nun finanzielle Unterstützung.
Die BIBS-Gruppe und Robert Glogowski hatten einen Antrag eingebracht, um den städtischen Baustellenfonds wieder aufleben zu lassen. Sie argumentierten, dass die langwierigen Bauvorhaben den lokalen Handel aktiv schädigten. Zwar existiert der Fonds formal noch, doch ist er derzeit ohne Mittel, da die Stadt ihr Budget stark zurückfahren musste.
Kurz vor der Ratssitzung legten die Fraktionen von SPD, CDU und Grünen einen letzten Änderungsantrag vor, der Glogowskis ursprünglichen Vorschlag ersetzte und mit deutlichen Modifikationen angenommen wurde. Die neue Vorlage sieht eine Prüfung vor, wie betroffene Unternehmen bei langfristigen öffentlichen Baumaßnahmen besser unterstützt werden können.
Diese Bewertung soll frühere Maßnahmen analysieren und sowohl finanzielle als auch nicht-finanzielle Hilfsoptionen entwickeln. Zudem werden klare, transparente Kriterien für die Vergabe von Fördermitteln festgelegt. Einige Ratsmitglieder, darunter Stefan Wirtz (AfD), kritisierten den Zeitplan des Ändungsantrags als zu zögerlich.
Die Ergebnisse der Prüfung werden vor den Haushaltsberatungen für 2027/2028 den zuständigen Ausschüssen vorgelegt. Sie sollen als Grundlage dienen, um über die Bereitstellung von Mitteln und weitere Schritte zu entscheiden. Bis dahin müssen die Unternehmen weiter mit den Herausforderungen klarkommen – ohne konkrete Entlastung in Sicht.
