Debatte um Ministerpost: Palmer will Tübingen-Mayor bleiben - Boris Palmer bleibt Oberbürgermeister – und sagt Landesregierung ab
Boris Palmer, der parteilose Oberbürgermeister Tübingen, bleibt in seinem Amt. Damit endet er wochenlange Spekulationen über einen möglichen Wechsel in die Landesregierung. Die Ankündigung erfolgte nach dem Sieg von Cem Özdemirs Grünen bei der jüngsten Landtagswahl in Baden-Württemberg.
Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, Palmer könnte als Minister in die nächste Landesregierung einsteigen. Diese Diskussionen gewannen an Fahrt, nachdem die Grünen bei der knappen Wahl am 16. März 2026 mit 30,2 Prozent der Stimmen knapp vor der CDU (29,7 Prozent) lagen.
In einer Erklärung gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bestätigte Palmer seinen Entschluss, Oberbürgermeister zu bleiben. Zudem informierte er Özdemir, den Spitzenkandidaten der Grünen, über seine endgültige Entscheidung. Özdemir steht nun kurz davor, als zweiter grüner Ministerpräsident in der Geschichte des Landes vereidigt zu werden.
Obwohl die Grünen nach der Wahl in einer starken Position sind, um eine Regierung zu bilden, bedeutet Palmers Absage, dass die Partei nun nach Alternativen für die Besetzung der Ministerposten suchen muss.
Palmers Entscheidung hält ihn damit im Tübinger Rathaus statt in einem Landesamt. Die Grünen werden ihre Kabinettsbildung nun ohne ihn abschließen. Özdemirs Regierung wird stattdessen andere Kandidaten für die wichtigsten Ministerposten berufen.