Boeberts Kampf um Epstein-Akten blockiert Milliardenprojekt in Colorado
Ida SchmitzBoeberts Kampf um Epstein-Akten blockiert Milliardenprojekt in Colorado
Die Abgeordnete Lauren Boebert hat ihren Druck auf die Freigabe der Epstein-Akten verstärkt – und damit sowohl politische Konflikte als auch juristischen Widerstand ausgelöst. Ihre Forderungen führten zu einem öffentlichen Streit mit der früheren Generalstaatsanwältin Pam Bondi und sogar zu Kritik von Ex-Präsident Trump.
Die Kontroverse wirkt sich inzwischen auch auf andere Gesetzesvorhaben aus, darunter ein wichtiges Infrastrukturprojekt für Colorado.
Boebert schloss sich drei weiteren Republikanern an und unterzeichnete eine Petition, die die Offenlegung von Dokumenten im Fall Jeffrey Epstein erzwingen soll. Wiederholt stellte sie Personen in Frage, die mit dem Fall in Verbindung stehen, darunter die Clintons, Beamte des Justizministeriums und Vertraute Epsteins.
Am Freitag sagte Pam Bondi unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor dem Kontrollausschuss des Repräsentantenhauses aus. Sie betonte, das Justizministerium habe bereits alle gesetzlich vorgeschriebenen Unterlagen vorgelegt. Boebert widersprach dieser Aussage und beharrte darauf, dass entscheidende Beweismittel weiterhin vorenthalten würden.
Der Ausschuss, dem auch Boebert angehört, stimmte anschließend für eine Vorladung Bondis zu weiteren Aussagen. Unterdessen bot eine ehemalige Epstein-Opferin, die später selbst als Rekrutiererin tätig war, Boebert an, weitere Details preiszugeben – allerdings nur unter der Bedingung, Straffreiheit zu erhalten.
Der Streit hat weitreichende Folgen. Boebert hatte die Finanzierung des Arkansas Valley Conduit gesichert, eines großen Wasserinfrastrukturprojekts, das im Haushaltsplan des Landwirtschaftsministeriums verankert war. Doch Präsident Trump legte sein Veto gegen den Haushaltsentwurf ein, nachdem Boebert sich weigerte, ihre Forderungen nach Veröffentlichung der Epstein-Akten fallenzulassen.
Das seit Langem in Colorado erwartete Leitungsprojekt steht nun erneut vor einer ungewissen Zukunft, während der politische Machtkampf anhält.
Boeberts Beharrlichkeit auf Transparenz im Epstein-Fall hat sowohl bei Verbündeten als auch bei Gegnern für Spannungen gesorgt. Das Veto gegen die Mittel für den Arkansas Valley Conduit zeigt, wie der Streit sogar unbezahlte Gesetzesvorhaben blockiert. Vorerst bleibt unklar, ob die Epstein-Akten veröffentlicht werden – und wie es mit dem Wasserprojekt weitergeht.






