28 April 2026, 00:14

BNM fordert radikale Wende in Energie- und Verkehrspolitik für mehr Klimaschutz

Säulen-Diagramm, das die Stromerzeugung der US-Bundesstaaten nach Brennstoffquellen im Jahr 2022 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

BNM fordert radikale Wende in Energie- und Verkehrspolitik für mehr Klimaschutz

Bundesverband Neue Mobilität (BNM) drängt auf grundlegende Reformen in Energie- und Verkehrspolitik

Der Bundesverband Neue Mobilität (BNM) fordert weitreichende Änderungen in der Energie- und Verkehrspolitik. In seinen jüngsten Vorschlägen setzt sich der Verband für eine beschleunigte Elektrifizierung, strengere Vorgaben für Verbrennungsmotoren und eine stärkere Förderung erneuerbarer Energien ein. Die Maßnahmen sollen die Energiesicherheit erhöhen und die Abhängigkeit von volatilen globalen Märkten verringern.

Konkret plädiert der BNM für ein dauerhaftes Umweltprämienprogramm zum Ausmustern von Benzin- und Diesel-Fahrzeugen. Zudem soll der öffentliche Sektor verbindlich auf den Kauf von Verbrennern verzichten. Gleichzeitig fordert der Verband das Ende der Subventionen für Hybridmodelle und verlangt von der Politik, stattdessen rein elektrisch betriebene Fahrzeuge zu priorisieren.

Im Energiesektor pocht der BNM auf einen schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien und Speicherkapazitäten. Er lehnt Kürzungen bei der Solarstrom-Förderung ab und verlangt bessere Konditionen für Haushalte, die eigenen Strom erzeugen. Zudem kritisiert der Verband die aktuellen Ladegebühren als ungerecht und fordert eine Angleichung der Preise an öffentlichen und privaten Ladestationen. Mieter:innen und Arbeitnehmer:innen sollen laut den Plänen ein gesetzlich verankertes Recht auf Zugang zu Ladeinfrastruktur erhalten.

Anja Quast, Geschäftsführerin des BNM, betonte, dass klare regulatorische Rahmenbedingungen entscheidend für eine erfolgreiche Energiewende seien. Thomas Mertens, Mitglied des technischen Vorstands, ergänzte, dass elektrische Lösungen die Abhängigkeit von unberechenbaren Preisschwankungen fossiler Brennstoffe verringerten. Der Verband warnt davor, dass Paragraf 14a des Energiewirtschaftsgesetzes unnötige Hardware-Nachrüstungen erzwingen könnte – obwohl digitale Alternativen bereits verfügbar seien.

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Der BNM argumentiert, die aktuelle Energiekrise belege die Stabilität erneuerbarer Energien und der Elektromobilität. Strom sei demnach ein zentraler Faktor für Wirtschaftswachstum, Versorgungssicherheit und nationale Unabhängigkeit. Zu den Kernforderungen zählen Abwrackprämien, der Abbau von Hybrid-Subventionen sowie stärkere Rechte für Mieter:innen beim Laden. Sollten die Vorschläge umgesetzt werden, würde dies die Verkehrspolitik hin zu einer vollständigen Elektrifizierung und erneuerbaren Energien lenken. Der Verband verspricht, dass die Maßnahmen Verbraucher:innen zudem vor künftigen Preisschocks auf den globalen Rohstoffmärkten schützen würden.

Quelle