Bitcoin-Verkäufe 2024: Hat Deutschland doch kein Schnäppchen verpasst?
Paul MüllerBitcoin-Verkäufe 2024: Hat Deutschland doch kein Schnäppchen verpasst?
Deutschlands Bitcoin-Verkäufe 2024: Nachträglich doch kein Schnäppchen für den Staat?
Die Entscheidung Deutschlands, im Jahr 2024 fast 50.000 Bitcoin zu veräußern, steht weiterhin in der Kritik – besonders vor dem Hintergrund der Rekordhochs, die die Kryptowährung in diesem Jahr erreichte. Die Bundesregierung hatte ihre Bestände zu einem Durchschnittspreis von rund 57.900 US-Dollar pro Coin verkauft und damit etwa 2,89 Milliarden Dollar erlöst. Doch während Bitcoin aktuell bei knapp 62.000 Dollar gehandelt wird, hat sich die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem aktuellen Marktwert deutlich verringert.
Anfang 2024 hatte Deutschland insgesamt 49.858 Bitcoin zu einem Durchschnittskurs von 57.900 Dollar pro Stück veräußert – ein Geschäft, das rund 2,89 Milliarden Dollar in die Staatskasse spülte. Damals kritisierten Beobachter den Schritt als verfrüht, zumal Bitcoin im Folgejahr 2025 neue Höchststände erreichte.
Der Abstand zwischen dem deutschen Verkaufspreis und dem diesjährigen Spitzenwert der Kryptowährung wirkte zunächst enorm. Doch aktuelle Marktentwicklungen haben das Bild gewandelt: Mittlerweile notiert Bitcoin nur noch etwa 7 Prozent über dem Preis, den der Staat pro Coin erzielt hatte.
ETF-Abflüsse belasten den Kurs Hinzu kommt, dass börsengehandelte Bitcoin-ETFs in den vergangenen 13 Handelstagen Nettoabflüsse in Höhe von 4,33 Milliarden Dollar verzeichneten. Diese anhaltenden Mittelabzüge lasten auf dem Kurs der Digitalwährung. Ein weiterer Rückgang um 6 Prozent würde Bitcoin sogar unter den durchschnittlichen Verkaufspreis Deutschlands drücken.
Aktuell pendelt der Bitcoin-Kurs bei etwa 62.000 Dollar – nur knapp über der Marke, zu der die Bundesregierung ihre Bestände 2024 abgestoßen hatte. Was zunächst wie eine verpasste Chance wirkte, rückt nun näher an die Marktrealität heran. Angesichts der anhaltenden ETF-Abflüsse und der volatilen Preisentwicklung wird sich in den kommenden Wochen zeigen, ob sich die staatliche Verkaufsstrategie im Nachhinein doch als klug erweist.






