BioNTech schluckt CureVac für 1,25 Milliarden – und setzt auf Krebsforschung

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Ein Prospekt mit einem Firmenlogo und einem Bild einer Tasse.

BioNTech schluckt CureVac für 1,25 Milliarden – und setzt auf Krebsforschung

BioNTech übernimmt CureVac vollständig in einer Aktientransaktion im Wert von 1,25 Milliarden Dollar. Die Fusion, die bis Jahresende abgeschlossen werden soll, beendet CureVacs Existenz als unabhängiges Unternehmen. Aktionäre profitieren im Rahmen der Vereinbarung von einer Prämie auf ihre ursprünglichen Investitionen.

Die Übernahme folgt BioNTechs langjährigem Interesse an der Krebsforschung von CureVac, insbesondere an einem Impfstoff gegen Glioblastom, der sich derzeit in frühen klinischen Studien befindet.

Die finanziellen Schwierigkeiten von CureVac spielten bei dem Deal eine Rolle. Die Umsätze brachen im zweiten Quartal um 92 Prozent ein und sanken auf nur noch 1,2 Millionen Euro. Allerdings hatte eine zuvor erzielte Vergleichszahlung in Höhe von 740 Millionen Dollar aus einem Patentstreit mit Pfizer und BioNTech die Finanzen des Unternehmens zuvor stabilisiert.

Die deutsche Bundesregierung, die CureVac während der Pandemie unterstützt hatte, gab ihre Zustimmung zur Fusion. Gemäß den Bedingungen wird jede CureVac-Aktie in BioNTech-Papiere umgewandelt. Zum Deal gehört auch das Produktionswerk von CureVac in Tübingen, das in das globale Fertigungsnetz von BioNTech integriert wird.

Bis zum 18. Dezember 2025 hatten 86,75 Prozent der CureVac-Aktionäre das Angebot von BioNTech angenommen. Analysten sind in ihrer Einschätzung der Aktie gespalten: 46 Prozent empfehlen den Kauf, 54 Prozent raten zum Halten. Zwar ist keine offizielle Bewertung aus einer Analyse vom 3. Oktober bekannt geworden, doch die jüngste Einschätzung vom 25. Dezember 2025 spiegelt diese geteilte Meinung wider.

BioNTechs Hauptmotivation ist das Krebsforschungsportfolio von CureVac. Die Übernahme wird die Forschungskapazitäten des Unternehmens erweitern, insbesondere im Bereich der Glioblastom-Behandlung, wo CureVacs experimenteller Impfstoff erste vielversprechende Ergebnisse gezeigt hat.

Die Fusion befindet sich auf der Zielgeraden und soll noch vor Jahresende vollständig in die BioNTech-Strukturen eingegliedert werden. Aktionäre erhalten im Gegenzug eine Aktientauschprämie, während BioNTech neue Forschungsressourcen und Produktionskapazitäten gewinnt. Der Deal markiert einen strategischen Wandel für beide Unternehmen in der Biotech-Branche.