Betrüger attackieren Datscha-Besitzer mit falschen Rosreestr-Warnungen
Betrüger zielen nun auf Besitzer von Land- und Ferienhäusern ab – mit Beginn der Datscha-Saison
Kriminelle geben sich als Mitarbeiter des russischen Grundbuchamts Rosreestr aus und verschicken gefälschte Benachrichtigungen über angebliche Nutzungsverstöße auf Grundstücken. Ihr Ziel: die Opfer zur Herausgabe persönlicher Daten zu verleiten.
Das perfide Vorgehen beginnt mit falschen Warnmeldungen über vermeintliche Verstöße. Die Nachrichten behaupten, es drohten Bußgelder – doch diese könnten bei schneller Zahlung „ermäßigt“ werden. Um Druck auszuüben, fordern die Betrüger einen SMS-Bestätigungscode an, angeblich zur Abwicklung der Zahlung.
Sobald das Opfer den Code preisgibt, nutzen die Kriminellen ihn, um sich Zugang zum Gosuslugi-Konto des Geschädigten zu verschaffen. Damit erhalten sie nicht nur Zugriff auf sensible Daten, sondern können auch offizielle Dienstleistungen missbrauchen. Rosreestr betont, dass echte Bußgeldbescheide ausschließlich über formelle Kanäle zugestellt werden: als verwaltungsrechtlicher Bescheid, unterzeichnet von einer berechtigten Person, und entweder persönlich, per Einschreiben oder über die Gosuslugi-Plattform.
Die Behörde bestätigt zudem, dass Zwangsmaßnahmen stets einer offiziellen Prüfung folgen – Grundstückseigentümer erhalten dabei stets eine Vorankündigung. In keinem seriösen Verfahren werden unaufgeforderte SMS-Anfragen gestellt oder zu überstürzten Zahlungen gedrängt.
Eigentümer werden dringend aufgefordert, unerwartete Bußgeldforderungen zu ignorieren und niemals Bestätigungscodes weiterzugeben. Offizielle Strafen erfordern stets eine ordnungsgemäße Dokumentation und können weder per SMS noch telefonisch verhängt werden. Bei verdächtigen Nachrichten sollte umgehend Rosreestr oder die zuständigen Behörden informiert werden.






