07 May 2026, 23:01

Berufungsgericht ermöglicht neue Klage im Todesfall Damien Cameron

Poster with bold black text "We Demand an End to Police Brutality Now" on a white background framed by a black border.

Berufungsgericht ermöglicht neue Klage im Todesfall Damien Cameron

Ein Berufungsgericht im US-Bundesstaat Mississippi hat eine zivilrechtliche Klage im Fall des Todes von Damien Cameron aus dem Jahr 2021 wiederaufgenommen. Die Entscheidung vom 7. Februar 2023 hebt das vorherige Urteil eines Landgerichts auf und ermöglicht der Familie Cameron, ihre Klage gegen Beamte der Sheriff-Abteilung von Rankin County fortzusetzen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Fall wirft erneut Fragen zum Umgang mit Gewalt durch die örtlichen Behörden auf, da Cameron einer von mindestens neun Männern ist, die seit 2014 bei Einsätzen mit der Sheriff-Abteilung ums Leben kamen. Ursprünglich hatte ein Richter des Landgerichts von Rankin County die Klage der Familie Cameron 2022 abgewiesen. Als Begründung diente die sogenannte staatliche Immunität, die Beamte vor zivilrechtlichen Ansprüchen schützen sollte. Doch das Berufungsgericht sah dies anders: Richterin Donna Barnes stellte fest, dass zentrale strittige Tatsachenfragen noch ungeklärt seien. Daraufhin verwies das Gericht den Fall zurück an das Landgericht und ermöglichte so die Fortführung des Verfahrens.

Der Tod von Damien Cameron war zunächst als ungeklärt eingestuft worden, später jedoch als Tötungsdelikt gewertet worden. Die Familie klagt seitdem gegen die beteiligten Beamten und fordert eine Aufklärung der Umstände. Das jüngste Urteil des Berufungsgerichts unterstreicht die anhaltende kritische Prüfung des Gewaltgebrauchs durch die Sheriff-Abteilung von Rankin County – eine Behörde, in deren Zusammenhang seit 2014 mindestens neun Todesfälle bei Polizeieinsätzen dokumentiert wurden. Mit der Wiederaufnahme der Klage erhält die Familie Cameron die Möglichkeit, ihre Vorwürfe vor Gericht weiter zu verhandeln. Das Berufungsgericht hat damit eine wichtige Weiche für die juristische Aufarbeitung des Falls gestellt, der Teil einer größeren Debatte über Polizeigewalt in den USA bleibt. Die Entscheidung könnte auch Signalwirkung für ähnliche Fälle haben, in denen die staatliche Immunität von Beamten infrage steht.

Lesen Sie auch: