Berlins "kleine Runde" dominiert Debatten – wo bleibt CDU-Kandidat Kai Wegner?
Paul MüllerBerlins "kleine Runde" dominiert Debatten – wo bleibt CDU-Kandidat Kai Wegner?
In den politischen Debatten Berlins hat sich ein wiederkehrendes Trio von Kandidaten in den Vordergrund gespielt: Steffen Krach (SPD), Elif Eralp (Die Linke) und Werner Graf (Bündnis 90/Die Grünen) sind häufig gemeinsam aufgetreten und haben sich damit den Spitznamen „kleine Runde“ verdient. Der CDU-Kandidat Kai Wegner hingegen fehlte oft bei zentralen Diskussionen.
In den vergangenen Wochen ließ Wegner etwa eine Debatte über die Zukunft von Kunst und Kultur in Berlin ausfallen. Stattdessen schickte er Finanz- und Kultursenator Stefan Evers (CDU) als seinen Vertreter. Auch bei einer Diskussion über Strategien gegen Antisemitismus ließ er sich vertreten – diesmal durch Justizsenator Felor Badenberg (CDU).
Ebenso fand eine Debatte zur Bildungspolitik ohne Wegner statt, obwohl er eingeladen war. Statt selbst zu erscheinen, entsandte er Katharina Günther-Wünsch (CDU). Anwesend waren dagegen erneut Krach, Eralp und Graf, die die Bühne unter sich teilten.
Die drei Kandidaten werden sich nun ein weiteres Mal bei einer abschließenden Debatte während der Personalratskonferenz treffen. Ob Wegner diesmal teilnehmen wird, hat die CDU noch nicht bestätigt. Sollte das Trio erneut allein auftreten, deuten die Veranstalter an, dass Wegner künftig möglicherweise keine Einladungen mehr erhalten könnte.
Wegners wiederholte Abwesenheit hat dazu geführt, dass andere für die Darstellung der Positionen seiner Partei einstehen mussten. Auffällig ist seine Praxis, sich je nach Thema durch Fachleute vertreten zu lassen. Die regelmäßigen Auftritte von Krach, Eralp und Graf haben unterdessen ihre Präsenz in den Berliner Wahlkampfdebatten weiter gefestigt.






