Berliner Maifeierlichkeiten beginnen mit Ausschreitungen und Festnahmen
Paul MüllerBerliner Maifeierlichkeiten beginnen mit Ausschreitungen und Festnahmen
Berlin erlebt angespannten Auftakt der Maifeierlichkeiten
Am Donnerstagabend versammelten sich in Berlin-Kreuzberg über 2.000 Menschen zu einer traditionellen Frauenkundgebung – doch der Start in die Maifeierlichkeiten verlief alles andere als friedlich. Die Polizei meldete Ausschreitungen mit Feuerwerkskörpern und geworfenen Gegenständen; ein Teilnehmer wurde vorläufig festgenommen. Die Behörden bereiten sich nun mit einem massiv verstärkten Aufgebot auf die für Freitag erwarteten größeren Proteste vor.
Die alljährliche Frauendemonstration begann am Kottbusser Damm und zog in Richtung Köpenicker Straße. Zwar hatten die Veranstalter eine friedliche Kundgebung geplant, doch die Stimmung kippte schnell. In unmittelbarer Nähe zu Einsatzkräften explodierten Pyrotechnik-Körper, zudem flogen wiederholt Gegenstände auf die Polizeikette.
Rund 1.800 Beamte waren am Donnerstag im Einsatz, um sowohl die Demonstration als auch die Aktivitäten in der Walpurgisnacht zu begleiten. Später korrigierte die Polizei die Teilnehmerzahl auf etwa 2.600 Personen nach oben. Vier Fälle von Sachbeschädigung wurden registriert, darunter an Privatfahrzeugen und Polizeifahrzeugen.
Angesichts der angespannten Lage entschieden die Veranstalter, die Kundgebung etwa zehn Minuten vor dem geplanten Ende abzubrechen. Ein Mann wurde vorläufig festgenommen, nachdem er einen Polizisten verbal angegriffen hatte. Unterdessen kündigte die Polizei an, für die Freitagsdemonstrationen 5.300 Einsatzkräfte abzustellen – in Erwartung weiterer Ausschreitungen.
Die frühen Zwischenfälle werfen einen Schatten auf das restliche Maifeiertags-Wochenende. Die Polizei wird mit einem großen Aufgebot präsent bleiben, da mit weiteren Protesten zu rechnen ist. Die Behörden riefen die Demonstranten auf, friedlich zu bleiben und weitere Konfrontationen zu vermeiden.






