24 March 2026, 18:08

Berlin kämpft mit neuer Strategie gegen steigende Queerfeindlichkeit und Hassgewalt

Eine große Gruppe von Menschen mit Fahnen und Schildern mit Text, darunter "Lgbtq+ Rechte Demonstration in Berlin", die vor einem Gebäude mit einem Kran und einem bewölkten Himmel stehen.

Berlin kämpft mit neuer Strategie gegen steigende Queerfeindlichkeit und Hassgewalt

Berlin startet neue Strategie für mehr Sicherheit queerer Menschen

Berlin hat eine neue Strategie zur Verbesserung der Sicherheit queerer Menschen in der gesamten Stadt auf den Weg gebracht. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines besorgniserregenden Anstiegs queerfeindlicher Straftaten – allein 2023 wurden 588 Vorfälle registriert. Die Behörden bezeichnen den Plan als das bisher weitreichendste Vorhaben dieser Art in Deutschland.

Die Initiative reagiert auf einen deutlichen Anstieg von Gewalt gegen LGBTQ+-Personen im vergangenen Jahr. Von den 588 gemeldeten Fällen waren 127 körperliche Angriffe. Als Gegenmaßnahme führt die Stadt nun Schutzkonzepte für besonders gefährdete Orte ein, etwa Parks und beliebte Treffpunkte.

In Risikogebieten könnten bald Notrufstationen eingerichtet werden. Zudem wird die Sicherheit bei Groß- und Kleinveranstaltungen verschärft. Ein eigenes Team soll sich speziell mit Queerfeindlichkeit im Internet befassen, während Polizei und Sicherheitskräfte erweiterte Sensibilisierungsschulungen erhalten.

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Auch Schulen sind von den Änderungen betroffen: Neubauten werden mit geschlechtsneutralen Toiletten und Duschen ausgestattet. In jedem Bezirk entstehen Beratungsstellen, die bei Diskriminierungserfahrungen Unterstützung und Hilfe anbieten.

Trotz der Ankündigung wurden seit der Verabschiedung der Berliner Landesstrategie für queere Sicherheit und gegen Queerfeindlichkeit im Jahr 2024 noch keine konkreten Projekte umgesetzt. Der Plan stellt den ersten landesweiten Versuch Berlins dar, Queerfeindlichkeit so umfassend zu bekämpfen. Bei vollständiger Umsetzung könnte er das Sicherheitsgefühl von LGBTQ+-Personen in öffentlichen und digitalen Räumen grundlegend verändern. Nun steht die Stadt vor der Herausforderung, aus den Vorschlägen konkrete Maßnahmen zu machen.

Quelle