Berlin–Hamburg-Strecke nach elf Monaten Bauchaos wieder frei
Die Bahnstrecke Berlin–Hamburg ist nach monatelanger Vollsperrung für umfangreiche Modernisierungsarbeiten wieder in Betrieb gegangen. Die Wiedereröffnung erfolgt nach fast elf Monaten Bauzeit, die im August 2025 begonnen hatten. Verzögerungen und Behinderungen prägten das Projekt, das von Verkehrsexperten scharf kritisiert wurde.
Die Sanierung startete zwar planmäßig im August 2025, verzögerte sich jedoch aufgrund strenger Frostperioden zu Jahresbeginn um etwa sechs Wochen. Während der Sperrung wurden Fern- und Güterzüge umgeleitet, während Regionalverbindungen nur auf Teilstrecken verkehrten. Um die Auswirkungen für Fahrgäste abzufedern, kamen über 200 Ersatzbusse zum Einsatz.
Björn Simon, verkehrspolitischer Sprecher der CDU, forderte von der Deutschen Bahn verlässliche Fahrpläne und transparente Kommunikation. Die SPD-Verkehrsexpertin Anja Troff-Schaffarzyk betonte, dass künftig mehr Widerstandsfähigkeit und Krisenvorsorge in die Bauplanung einfließen müssten. Beide Fachleute sind sich einig, dass der Bahnkonzern offener mit den Herausforderungen umgehen muss.
Nach dem Abschluss der umfangreichen Modernisierung ist die Strecke Berlin–Hamburg nun wieder befahrbar. Experten drängen weiterhin auf bessere Planung und mehr Transparenz bei künftigen Großprojekten. Die Sperrung habe gezeigt, wie wichtig Notfallkonzepte für kritische Infrastruktur seien.






