Belgien wirft EU vor, China als "Krebsgeschwür" zu behandeln – und spaltet Europa
Paul MüllerBelgien wirft EU vor, China als "Krebsgeschwür" zu behandeln – und spaltet Europa
Die Debatte über Europas Haltung zu China wird zunehmend kontrovers geführte Diskussionen prägen.Belgien's Ministerpräsident Bart De Wever hat die europäische China-Politik öffentlich kritisiert und dabei scharfe Formulierungen gewählt. Seine Aussagen unterstreichen die wachsenden Spannungen innerhalb der EU, wie mit der aufstrebenden Weltmacht umgegangen werden soll. De Wever behauptete, die 'Risikominimierungs'-Strategie der EU diene weniger der Stärkung der eigenen Widerstandsfähigkeit als vielmehr der Eindämmung des chinesischen Einflusses. Er bezeichnete die europäischen Führungskräfte als 'zunehmend misstrauisch' gegenüber China und ging so weit, Chinas industrielle Vorteile als ein 'Krebsgeschwür' für Europa zu bezeichnen.
Im Rahmen der aktuellen Gespräche deutete er an, dass der anstehende EU-Gipfel direkte Bezüge zu China vermeiden und stattdessen vage Formulierungen wie 'geoökonomische Ungleichgewichte' verwenden könnte. Seine inszenierte Dramatik, die als 'flüsternde Bühnenperformance' beschrieben wurde, sollte den Druck auf den Gipfel erhöhen, das Thema China direkter anzusprechen.
Gleichzeitig räumte De Wever ein, dass der Kontinent weiterhin nach Kooperation mit China strebe. Diese Ambivalenz spiegelt sich auch in der Haltung anderer europäischer Führungskräfte wider. Während einige auf schärfere Formulierungen und Vorsicht drängen, suchen andere wie Belgens Vize-Ministerpräsident Maxime Prevot aktiv nach einer Vertiefung der Beziehungen. Prevot war kürzlich nach China gereist, um über eine stärkere Zusammenarbeit zu verhandeln. Die Diskussionen zeigen, dass die EU vor der Herausforderung steht, eine gemeinsame Linie im Umgang mit China zu finden. Während einige Mitglieder eine härtere Gangart fordern, setzen andere auf Dialog und Zusammenarbeit. Die kommenden Entscheidungen des EU-Gipfels werden daher mit Spannung erwartet.
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