15 April 2026, 03:04

Belarussischer Historiker im Exil für europäische Einheit geehrt

Ein polnisches Propagandaplakat für die polnische Revolution mit einer zentralen Figur mit menschlichem Gesicht und Text mit Ereignisinformationen.

Belarussischer Historiker im Exil für europäische Einheit geehrt

Zum ersten Mal ist ein Vertreter des demokratischen Belarus bei einer Preisverleihung ausgezeichnet worden, die die Einheit in Mittel- und Osteuropa fördert. Die Veranstaltung, die der Stärkung der Beziehungen zwischen Polen, Litauen und den Nachbarländern diente, ehrte den Historiker Aliaksandr Smalianchuk für seine Beiträge zur Regionalgeschichte.

Die Preisverleihung wurde vom Polen-Litauen-Forum für Zusammenarbeit und Dialog sowie dem Jerzy-Giedroyc-Forum für Dialog und Kooperation organisiert. Unter den Gästen befand sich Pawel Latuschka, stellvertretender Leiter des Vereinigten Übergangskabinetts von Belarus. In seiner Rede betonte Latuschka gegenüber dem Preisträger, dass die Auszeichnung ein Zeichen für die europäische Anerkennung von Belarus als untrennbaren Teil des Kontinents sei.

Smalianchuk, Doktor der Geschichtswissenschaften und Professor, forscht derzeit am Institut für Slawistik der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Seine Arbeiten untersuchen die gemeinsame Vergangenheit von Belarus, Litauen und Polen. Bei der Entgegennahme des Preises bezeichnete er die Auszeichnung als Würdigung für belarussische Historiker, die aufgrund von Repressionen in der akademischen Forschung ins Exil gezwungen wurden.

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Die Veranstaltung selbst hatte zum Ziel, den Dialog, die Zusammenarbeit und das gegenseitige Verständnis in der Region zu fördern. Die Organisatoren hoben die Bedeutung der gemeinsamen Geschichte für die Vertiefung der Beziehungen zwischen den Nationen hervor.

Die Auszeichnung Smalianchuks markiert einen bedeutenden Moment für belarussische Wissenschaftler im Exil. Seine Arbeit trägt weiterhin dazu bei, die historischen Verbindungen zwischen Belarus, Litauen und Polen zu erhellen. Der Preis unterstreicht zudem das Anliegen des Forums, durch kulturellen und akademischen Austausch Brücken zu bauen.

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