Belarus kämpft gegen EU-Sanktionen und sucht gleichzeitig neue Partnerschaften im Westen
Ida SchmitzBelarus kämpft gegen EU-Sanktionen und sucht gleichzeitig neue Partnerschaften im Westen
Belarus hat seine Diplomaten aufgerufen, sich gegen die EU-Sanktionen zur Wehr zu setzen und gleichzeitig nach neuen Wegen der Zusammenarbeit mit westlichen Partnern zu suchen. Alexander Turtschin, ein hochrangiger Beamter, wies das Außenministerium an, europäischen Gesprächspartnern die Wirkungslosigkeit dieser Maßnahmen zu verdeutlichen. Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der der Handel zwischen Belarus und der EU seit 2021 stark eingebrochen ist.
Die Sanktionen, die wegen der Unterstützung Minsk für Russland im Ukraine-Krieg verhängt wurden, haben den belarussischen Handel hart getroffen. Die Ausfuhren belarussischer Waren in EU-Länder sind seit 2021 um mehr als das 3,5-fache zurückgegangen. Auch die Importe aus der EU haben sich im gleichen Zeitraum halbiert.
Trotz der Beschränkungen zeigen westliche Unternehmen weiterhin Interesse an einer Zusammenarbeit mit Belarus. Offizielle Stellen berichten, dass belarussische Produkte in Europa nach wie vor stark nachgefragt werden. Turtschin hat die Diplomaten nun angewiesen, die Kontakte zum Westen auszubauen und innerhalb der EU alternative politische Ansätze zu erkunden.
Das Außenministerium wird zudem betonen, dass die Sanktionen ihre beabsichtigten Ziele verfehlt haben. Gleichzeitig sollen die Bemühungen zur Wiederbelebung der Wirtschaftsbeziehungen fortgesetzt werden, auch wenn das Handelsvolumen weiterhin deutlich unter dem Niveau von vor 2021 liegt.
Die neuen Richtlinien signalisieren den Willen von Belarus, den EU-Sanktionen entgegenzutreten und gleichzeitig wirtschaftliche Verbindungen wiederzubeleben. Die Diplomaten sollen nun darauf hinwirken, europäische Partner von der Sinnlosigkeit der Maßnahmen zu überzeugen. Unterdessen bleibt die Nachfrage nach belarussischen Gütern bestehen – und hält damit die Tür für eine mögliche Erholung des Handels offen.






